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Lionel Messi und Mario Götze

München - Mario Götze spielt eine Traumsaison und scheint Jogi Löws WM-Prophezeiung auch im Alltag bestätigen zu können. Ein Experte warnt.

Mario Götze trifft jetzt auch aus 23 Metern.

Der Führungstreffer beim 4:0-Sieg über 1899 Hoffenheim war nicht das Tor eines Schönspielers, sondern eines Profis, der immer effektiver wird.(

Und der auf dem Weg ist, einer Ikone des Weltfußballs mächtig Konkurrenz zu machen: Lionel Messi.

Dabei erzielte der Argentinier an diesem Wochenende sein 253. Tor für den FC Barcelona in der Primera Divsion und stellte damit wohl einen Rekord für die Ewigkeit auf.

Die Vergleiche zwischen Bayern-Profi Götze und Barca-Star Messi drängen sich trotzdem auf.

Spätestens seit dem WM-Finale. Jener historischen Nacht von Rio de Janeiro.

"Zeige der Welt, dass du besser bist als Messi"

Bundestrainer Joachim Löw stattete dafür Götze mit einem klaren Arbeitsauftrag aus. "Zeig' der Welt, dass du besser bist als Messi", sagte er ihm vor der Einwechslung.

Götze erfüllte den Job. Mit Bravour. Er erzielte den Siegtreffer gegen Messis Argentinier.

Seitdem spielt der Edeltechniker wie beflügelt auf, mit sieben Toren steht er an Platz eins der Bundesliga-Torjägerliste.

Hinzu kommen zwei Tore in der Champions League und zwei Assists. Wird der 22-Jährige eines Tages Messi den Rang ablaufen?

Titelsammler mit 22 Jahren

Parallelen zwischen den beiden Ballstreichlern sind jedenfalls vorhanden.

Mit 22 Jahren hat Götze drei Meistertitel gesammelt, genauso wie Messi im gleichen Alter, auch bei den internationalen Titel sind sie gleichauf: Messi war mit 22 Jahren Champions-League-Sieger, Götze holte - ebenfalls mit 22 - den Weltmeister-Titel.

Auffällig auch: Mit ihren eigenen Erfolgen gehen beide außergewöhnlich demütig um. Lautsprecher sind weder der Argentinier aus Rosario noch der in Memmingen geborene Götze.

"Ich fühle mich wohl, bin gesund. Das ist das alles Entscheidende, der Rest kommt von selbst", sagte Götze nach dem Erfolg gegen Hoffenheim.

"Ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben und weiterhin oben stehen. Das hat oberste Priorität."

Rummenigge fordert viel

Bislang erfüllt er die Vorgaben von oben.

"Es ist wichtig, dass Mario hier richtig ankommt. In seinem zweiten Jahr muss er in der Richtung durchstarten", hatte Karl-Heinz Rummenigge ja noch vor der Saison im SPORT1-Interview gefordert.

Der Münchner Vorstandsboss ließ eine Prophezeiung folgen: "Er wird das Vertrauen rechtfertigen. Er wird ein großer Spieler bei Bayern, ein ganz großer!"

Rummenigges Worten scheinen sich zu erfüllen. Auch dank Pep Guardiola.

Guardiola machte Messi zum Schlüsselspieler

Der Trainer stellt die nächste entscheidende Parallele bei Götze und Messi dar.

Denn Guardiola machte in seiner Ära beim FC Barcelona Messi zum Schlüsselspieler. Die Position der falschen Neun erfand er quasi für den Zauberfloh.

Und aktuell hat der Spanier auch für Götze die ideale Position gefunden. Vom Flügel stößt der Ex-Dortmunder immer wieder ins Zentrum, erkennt wie kein zweiter die sich öffnenden Räume.

Guardiola hat Götze unter seine Fittiche genommen. Fördert und fordert. "Jetzt ist er integriert. Er ist stark. Aber ich will mehr", sagte der Bayern Trainer Mitte Oktober.

"Er hat große Qualität. Und er ist bereit für diese Rolle."

Wettlauf ist eröffnet

Das Wettrennen mit Messi läuft.

"Man muss so einem jungen Mann nach einem Vereinswechsel auch mal ein Jahr geben, um sich zu akklimatisieren und die Mitspieler kennenzulernen", sagt auch SPORT1-Experte Thomas Berthold.

"Jetzt im zweiten Jahr tickt die Uhr. Er ist in München angekommen und kommt langsam wieder dahin, dass er die Form aus Dortmund abrufen kann."

Vergleiche mit Messi, meint der Weltmeister von 1990 "sollte man allerdings vermeiden. Da legt man die Messlatte sehr hoch. Das ist nochmal eine andere Welt".

So klangen die Treffer des FC Bayern bei SPORT1.fm:

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