vergrößernverkleinern
Armin Veh (l.) trainierte Stuttgart in seiner zweiten Amtszeit nur zwölf Spieltage

Trainer Armin Veh tritt nach zwölf Spielen beim VfB Stuttgart zurück. SPORT1 hat die wichtigsten Simmen vom Coach und Präsidenten.

München/Stuttgart - Armin Veh ist als Trainer des VfB Stuttgart nach dem 12. Spieltag zurückgetreten (Bericht).

Die Überraschung stand den Verantwortlichen um Präsident Bernd Wahler auf der Rücktritts-Pressekonferenz ins Gesicht geschrieben.

Armin Veh, der ebenfalls bei der PK anwesend war, begründete seinen Rücktritt mit mangelndem Glück und wirkte nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg gefasst (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen von Wahler und Veh zusammen:

? Bernd Wahler über den Zeitpunkt der Entscheidung Vehs:

"Wir haben nach dem unglücklichen 0:1 gegen Augsburg (BERICHT) bis tief in die Nacht miteinander gesprochen. Wir wurden überrascht von Armin Veh. Ich hätte mir gewünscht, dass er bleibt. Aber es wurde schnell klar, dass seine Entscheidung steht. Er denkt, dass er dem VfB so am besten helfen kann."

? Wahler über Vehs Aussage, das "Glück habe gefehlt":

"Er hat Beispiele aus seinem Leben angeführt. Ich konnte das schon nachvollziehen. Deshalb ist auch Verständnis vorhanden. Ich finde das aber sehr schade. Er ist ein guter Trainer, ein guter Typ und ein toller Mensch. Es ehrt ihn, dass er persönlich Verantwortung übernimmt."

? Wahler über die Vertragsauflösung:

"Herr Veh verhält sich wie ein Gentleman. Der Vertrag wird aufgelöst, es ging nicht ums Geld."

? Wahler über das Anforderungsprofil des neuen Trainers:

"Wir brauchen jemanden, der Erfahrung hat in solchen Situationen und der das Spiel, das sich deutlich verbessert hat, vorantreibt. Der Kader hat Potenzial. Es gilt, alles zu mobilisieren."

? Wahler zu den potenziellen Nachfolgern Berti Vogts und Huub Stevens:

"Es wurden bereits Telefonate mit möglichen Kandidaten geführt. Wir werden das mit der nötigen Sorgfalt angehen. Wir sind natürlich dran, so schnell wie möglich die Nachfolge zu regeln. Das ist eine ganz schwierige Situation für den VfB. Es kann sogar sein, dass bereits am Freitag ein neuer Trainer präsentiert wird."

? Wahler zur kurzfristigen Planung beim VfB:

"Die bisherigen Assistenten Armin Reutershahn und Reiner Geyer werden das erst einmal miteinander machen. Ich gehe davon aus, dass sie die Mannschaft richtig vorbereiten, um mit Hoffnung nach Freiburg zu fahren. Wir sind jetzt noch mehr gefordert, um als Team zu funktionieren."

? Wahler über Selbstkritik:

"Alles zu hinterfragen, kann man nicht zu oft machen. Wir müssen Lösungen finden. Das Wichtigste ist der Sport: Da gilt es, die beste Lösung zu finden. Da müssen wir Prioritäten setzen. Wir zahlen den Preis dafür, wie die letzten Jahre gearbeitet wurde. Das gilt es zu korrigieren. Wir haben in Jochen Schneider (Direktor Sport, Anm. d. Red.) einen Mann, der die Position derzeit übernimmt. Wir stehen beide in der Verantwortung. Ich habe bereits gesagt, dass bei diesem Posten Qualität über Schnelligkeit geht. Daran hat sich nichts geändert. Das ist eine große Entscheidung mit großer Tragweite."

? Veh zu den Gründen seines Rücktritts:

"Ich bin für das Team verantwortlich und projiziere das auch auf mich. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann ziehe ich das auch durch. Wir haben zu wenig Punkte nach zwölf Spieltagen geholt. Wir spielen gar nicht so schlecht Fußball, aber uns hat in den entscheidenden Momenten das Glück gefehlt. Die Fans hatten gestern ein feines Gespür und haben die Mannschaft nicht ausgebuht. Ich möchte mich bei den Fans bedanken, die hinter der Mannschaft und auch hinter mir gestanden sind."

? Veh über das entgegengebrachte Vertrauen:

"Ich danke der Vereinsführung, insbesondere dem Präsidenten, für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Und es ist mir ein besonderes Anliegen, mich bei den Fans zu bedanken. Sie haben uns phantastisch unterstützt."

? Veh zu seiner Verabscheidung von der Mannschaft:

"Es war schön, dass ich mich in dieser Form verabschieden konnte. Heute um 11 Uhr habe ich es der Mannschaft gesagt."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel