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Robin Knoche sorgt mit einem frühen Tor für Wolfsburgs Sieg gegen Gladbach
Robin Knoche sorgt mit einem frühen Tor für Wolfsburgs Sieg gegen Gladbach © getty

Wolfsburg - Wolfsburg feiert gegen Gladbach einen verdienten Sieg und bleibt erster Bayern-Verfolger. Ein frühes Tor sorgt für die Entscheidung.

Der VfL Wolfsburg bleibt nach einem Sieg im Spitzenspiel der Bundesliga erster Verfolger von Bayern München, bei Borussia Mönchengladbach ist die Euphorie dagegen endgültig verflogen.

Im Duell der deutschen Europa-League-Teilnehmer gewann das Team von Trainer Dieter Hecking gegen die Gäste vom Niederrhein 1:0 (1:0) und liegt weiter auf dem zweiten Tabellenplatz - der Rückstand auf Spitzenreiter Bayern beträgt jedoch sieben Punkte.

Gladbacher Negativlauf hält an

Die Gladbacher kassierten dagegen die dritte Ligapleite in Folge und rutschten auf Rang fünf ab. Für den VfL traf Innenverteidiger Robin Knoche (12.).

Dieter Hecking, der in der Saison 1984/85 als Spieler sein Bundesligadebüt für Gladbach gegeben hatte, musste auf den gelbgesperrten brasilianischen Nationalspieler Luiz Gustavo verzichten. Für ihn kam Maximilian Arnold im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

Bei den Gladbachern stand für den gesperrten Granit Xhaka wieder der zuletzt angeschlagene Weltmeister Christoph Kramer in der Startformation. Insgesamt rotierte Borussia-Trainer Favre fünfmal, Hecking viermal.

Knoche trifft aus kurzer Distanz

Bei den beiden so spielstarken Mannschaften lief bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt allerdings zunächst nicht viel zusammen. In der 12. Minute war es dann aber wieder mal ein Standard, der für den VfL den Erfolg brachte.

Im Anschluss an eine Ecke flankte Marcel Schäfer in die Mitte und zwang Borussia-Torhüter Yann Sommer zu einer Faustabwehr - die verunglückte allerdings, so dass Knoche aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drücken konnte.

Das Spiel nahm nun deutlich mehr Fahrt auf, einen Schuss von Roel Brouwers wehrte VfL-Keeper Diego Benaglio gut ab (18.), auf der Gegenseite rettete Oscar Wendt nach einem Kopfball von Naldo auf der Linie (24.). Für den Brasilianer, der bereits den deutschen Einbürgerungstest absolviert hat, war es das 250. Bundesligaspiel seiner Karriere.

Herrmann vergibt Chance zum Ausgleich

In hohem Tempo ging es dann auch weiter, beide Teams spielten munter nach vorne und suchten dort ihre Chance.

Die große Möglichkeit zum Ausgleich vergab Patrick Herrmann, der freistehend per Kopf aus wenigen Metern am erneut gut reagierenden Benaglio scheiterte (30.).

Die Gastgeber glänzten spätestens jetzt mit einer hervorragenden Raumaufteilung, störten immer wieder weit in der gegnerischen Hälfte den Gladbacher Spielaufbau und versuchten, vor allem über Konter zum Zug zu kommen. Bis zum Pausenpfiff allerdings ohne Erfolg.

Doppelchance für Olic

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb das Spiel sehr intensiv, auch ohne große spielerische Höhepunkte betrieben die Teams hohen Aufwand. Nach etwa zehn Minuten gab dann auch Ivica Olic einen Beweis seiner Klasse ab.

Gleich zweimal zwang er Sommer zu starken Paraden. Einem Treffer von Kevin De Bruyne verweigerte Schiedsrichter Wolfgang Stark zu Recht wegen Abseits die Anerkennung (57.).

Aufregung in der Nachspielzeit

Auch weitere gute Chancen ließen die Wolfsburger ungenutzt. Sehr zum Ärger von Hecking: Nach einer verpassten Möglichkeit von Ivan Perisic trat der VfL-Coach wütend gegen die Werbebande.

Die Gäste intensivierten noch einmal ihre Bemühungen, konnten die VfL-Abwehr aber nur noch selten vor schwierige Aufgaben stellen. Erst in der Nachspielzeit herrschte nach einem Eckball noch einmal Chaos vor dem VfL-Tor, doch die Gladbacher Offensive konnte den Ball nicht über die Linie stochern.

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