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Karl-Heinz Rummenigge (r.) wurde als Spieler 1980 Europameister

Karl-Heinz Rummenigge kündigt beim FC Bayern Neueinkäufe an. Präsident Karl Hopfner spricht über die Rückkehr von Uli Hoeneß.

Der FC Bayern München hat durch die vorzeitige Abbezahlung der Allianz Arena in Zukunft noch mehr Geld zur Verfügung und wird auf der Jahreshauptversammlung erneut Rekordzahlen bekannt geben.

Die noch größeren finanziellen Möglichkeiten sollen unter anderem in den ohnehin luxeriösen Kader investiert werden, erklärt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

"Künftig haben wir einen Überschuss, den wir in zwei Dinge investieren können: Wir werden kontinuierlich in die Qualität der Arena investieren, zum Beispiel in die Erhöhung der Kapazität und natürlich in die Qualität der Mannschaft", sagte Rummenigge der "Bild" und ergänzte: "Wir müssen die Qualität der Mannschaft jedes Jahr neu hegen und pflegen."

Der Bayern-Boss will mit den neuen Möglichkeiten vor allem in Europa noch mehr Titel: "Wir wollen jedes Jahr die theoretische Chance haben, die Champions League zu gewinnen. Wir hatten lange Zyklen zwischen unseren Titeln: Bis zu unserem Sieg 2001 haben wir 25 Jahre warten müssen, dann zwölf Jahre."

Deshalb träumt Rummenigge von einem weiteren Triumph in der Königsklasse: "Ich möchte die Champions League noch mal gewinnen. Mein Vorbild war immer Barcelona, weil sie binnen weniger Jahre mehrfach die Champions League gewonnen haben. Ich träume davon, dass wir auch die Zyklen zwischen zwei Champions-League-Triumphen verkürzen."

Auch Präsident Karl Hopfner hat große Ziele. Er wünscht sich in der "SZ", dass der FCB in ein paar Jahren "der werthaltigste Verein der Welt ist."

Hopfner stellte zudem klar, dass es keinen Machtkampf zwischen ihm und Vorgänger Uli Hoeneß geben werden, sollte dieser nach seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung wieder für das Präsidentenamt kandidieren.

"Ich werde nicht gegen Uli Hoeneß antreten", sagte Hopfner. Die Erwartung, dass er sich in Stellung bringe, sei "völlig absurd".

Hoeneß kann somit über seine mögliche Zukunft bei Bayern selbst entscheiden. Aktuell sei das aber kein Thema, machte Hopfner, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern AG ist, deutlich.

"Erst muss Uli Hoeneß ja mal sagen: Was will er? Er hat es mir noch nicht gesagt, und er hat es meines Wissens auch sonst noch niemandem gesagt", sagte der Bayern-Boss: "Es bleibt aber dabei: Er muss sagen, ich möchte diese Position, ich möchte beide Positionen, ich möchte dieses oder jenes im Klub noch mal erreichen - oder gerade nicht."

Im Januar soll Hoeneß Freigänger werden und dann bei Bayern in der Nachwuchsabteilung arbeiten. Dass "Uli Hoeneß, der Macher, der Manager, der Präsident", demnächst als Angestellter der Jugendabteilung arbeite, sei "sicher was Spezielles", sagte Hopfner.

Er stellte außerdem klar, dass Hoeneß nicht unbedingt tun könne, was er wolle. "Die Tätigkeit wird protokolliert, das muss auch vorgelegt werden", das sei auch "keine Alibigeschichte, es gibt Anwesenheitspflichten und so weiter."

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