Angesichts des bevorstehenden Wechsels eines 13 Jahre alten Jugendspielers hat der Zweitligist FC St. Pauli das Transfergebaren des Bundesligisten VfL Wolfsburg kritisiert.

"Dass ein Spieler unseren Verein verlassen möchte, ist völlig legitim. Hier wird aber ein 13-jähriger Junge in einer wichtigen Entwicklungsphase aus seinem gewohnten familiären und sozialen Umfeld gerissen, um in Wolfsburg unter vermeintlich besseren Bedingungen Fußball spielen und zur Schule gehen zu können", sagte Joachim Philipkowski, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim FC St. Pauli.

Sidnei Djalo gilt in Hamburg als großes Talent und wird im Januar nach Wolfsburg wechseln. Der Transfer hatte zuletzt hohe Wellen geschlagen, Wölfe-Manager Klaus Allofs bezeichnete die Verpflichtung in der "Bild"-Zeitung als "durchaus außergewöhnlich. Wir haben ihn aber nicht losgeeist oder aus der Verwurzelung gerissen. Die Eltern sind froh über die Chance - und wollen sie unbedingt."

Bereits vor zwei Jahren hatte ein "Kindertransfer" zwischen St. Pauli und Wolfsburg für Aufsehen gesorgt. Damals war Alexander Laukart nach einem halben Jahr nach Hamburg zurückgekehrt, "da die Trennung von der Familie anscheinend doch problematischer war als erwartet", sagte St. Paulis Sportdirektor Rachid Azzouzi.

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