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Podolski, Shaqiri und Klose (v.l.) sind derzeit nur Ersatzspieler
Podolski, Shaqiri und Klose (v.l.) sind derzeit nur Ersatzspieler © getty

München - Shaqiri, Podolski, Klose: Zu Beginn der Transferperiode beleuchtet SPORT1 die heißesten Wechselgerüchte.

Winterzeit ist Wechselzeit.

Während sich die meisten Spieler in ihrem verdienten Weihnachtsurlaub befinden, herrscht bei Beratern und Managern Hochbetrieb.

Die Wechselfrist endet am 31. Januar 2015. Bis dahin wird kein Tag ohne Transfergerüchte vergehen.

Gestern Xherdan Shaqiri, heute Lukas Podolski, morgen Miroslav Klose. Wer bleibt, wer geht, und wenn ja, wohin?

Das sind die drängenden Fragen der kommenden Wochen.

SPORT1 gibt einen Überblick über den aktuellen Stand bei den begehrtesten Akteuren der winterlichen Transferperiode.

• Xherdan Shaqiri:

Xherdan Shaqiri-FC Bayern Munchen-AS Roma-UEFA Champions League
Xherdan Shaqiri wechselt 2012 vom FC Basel zum FC Bayern München © Getty Images

Dass der Schweizer Nationalspieler auch im nächsten Jahr noch im Trikot des FC Bayern aufläuft, wird immer unwahrscheinlicher. In den vergangenen Wochen und Monaten ließ der Mittelfeldspieler kaum eine Gelegenheit aus, sich über mangelnde Einsatzzeit zu beschweren.

Nun reagieren die Bayern angeblich auf sein Wehklagen. Wie der Schweizer "Blick" erfahren haben will, hat der souveräne Tabellenführer der Bundesliga Shaqiri die Freigabe erteilt.

Interessenten für den 1,69 Meter kleinen "Kraftwürfel" gibt es genug. Neben internationalen Top-Klubs wie Arsenal, Liverpool und Juventus soll auch der VfL Wolfsburg interessiert sein.

"Spieler, die in München spielen, sind es immer wert, dass man sich das anschaut", sagte VfL-Manager Klaus Allofs vor ein paar Tagen. In der aktuellen Transferperiode werde der Klub allerdings nicht aktiv, versicherte er.

Das könnte die Chance für Borussia Dortmund sein. Außer den finanzstarken "Wölfen" wäre wohl nur der BVB in der Lage, die kolportierten 12,5 Millionen Euro für Shaqiri zu zahlen. Womit die Dortmunder nach den Abgängen von Mario Götze und Robert Lewandowski zu den Bayern auch endlich mal den Spieß umdrehen könnten.

• Lukas Podolski:

Lukas Podolski-FC Arsenal
Lukas Podolski hat in der aktuellen Champions-League-Saison schon drei Treffer für den FC Arsenal erzielt © Getty Images

Anderer Verein, gleiches Problem. Auch Podolski bekommt beim FC Arsenal nicht die Spielzeit, die ihm nach eigener Meinung zusteht.

Doch im Gegensatz zu den Bayern zeigen die "Gunners" nicht die geringste Absicht, den Weltmeister abzugeben. "Er steht nicht zum Verkauf", stellte Arsenals Trainer Arsene Wenger vor Kurzem in der französischen Fußball-Sendung "beIN Sports" klar.

Podolski wird sich dennoch nicht mit seinem Status als Dauerreservist zufrieden geben. Auch bei ihm haben die Wolfsburger angeblich schon angeklopft.

Doch auch Galatasaray Istanbul und Juventus Turin werden häufig als Interessenten genannt. Wobei die kriselnden Türken derzeit wohl die schlechteren Karten haben. Bei Juventus müsste er sich mit Jungstar Paul Pogba um die Position im auf der linken Offensivseite streiten.

• Miroslav Klose:

Miroslav Klose-SS Lazio-Cagliari Calcio-Serie A
Miroslav Klose spielte in der Bundesliga schon für den 1. FC Kaiserslautern, SV Werder Bremen und den FC Bayern München © Getty Images

Der WM-Rekordtorschütze durfte am vergangenen Spieltag beim 2:2 gegen den AC Mailand endlich mal wieder von Beginn an für Lazio ran - und enttäuschte.

Zuletzt hatte Klose mehr Einsatzzeit gefordert und gleichzeitig damit gedroht, Rom zu verlassen. In Richtung Dortmund? Wenn es nach Jupp Heynckes geht, wäre das ein durchaus denkbares Szenario.

"Klose ist ein super Spieler, ein toller Typ. Das ist ein Spieler, der nicht mehr die Form und nicht mehr die Klasse hat wie noch vor Jahren. Aber das ist ein Spieler, der Borussia Dortmund helfen würde", sagte der ehemalige Bayern-Trainer bei "Sky".

Ob sich Klose allerdings im fortgeschrittenen Fußballer-Alter von 36 Jahre noch einmal einen drohenden Abstiegskampf in der Bundesliga antut, darf bezweifelt werden. Zumal Lazio-Sportdirektor Igli Tare in der ?Corriere dello Sport? einen sofortigen Abgang Kloses ausschloss.

• Nigel de Jong:

Genoa CFC v AC Milan - Serie A
Nigel de Jong wechselte von Manchester City zum AC Mailand © Getty Images

Ganz anders sieht es offenbar bei Nigel de Jong aus, an dem Schalke 04 interessiert ist. "Ja, wir wollen was versuchen. Horst Heldt wird keinen Urlaub machen", bestätigte Vereinsboss Clemens Tönnies geplante Aktivitäten auf dem Transfermarkt.

De Jong, Vizeweltmeister mit den Niederlanden 2010, steht beim AC Mailand nur noch bis zum Saisonende unter Vertrag, könnte den Rossoneri also nur noch im Winter eine Ablösesumme einbringen.

Der 30-Jährige gilt zwar als Raubein, könnte aber im defensiven Mittelfeld der Schalker für die dringend benötigte Stabilität sorgen.

• Lars Stindl:

Lars Stindl-Hannover 96-VfL Wolfsburg-Bundesliga
In sieben Ligaspielen der aktuellen Saison hat Lars Stindl schon drei Tore für H96 geschossen © Getty Images

Auch im offensiven Mittelfeld sehen die Schalker wohl Handlungsbedarf. Wie die "Ruhrnachrichten" berichten, soll sich Lars Stindl von Hannover 96 bereits im Anflug auf Gelsenkirchen befinden.

Im Sommer wäre der 26-Jährige aufgrund einer Ausstiegsklausel für nur zwei Millionen Euro zu haben. Schalke könnte es sich aber eventuell auch leisten, ihn schon zur Rückrunde loszueisen. Je nach dem, wie viel Geld Hannover aufruft.

• Pierre-Emil Hojbjerg:

Pierre Emile Hojbjerg-FC Bayern Munchen-AS Roma-UEFA Champions League
Pierre Emile Hojbjerg bstritt bislang acht Einsätze in der aktuellen Bundeliga-Saison für den FC Bayern München © Getty Images

Den Dänen zieht es - wie Shaqiri - weg von den Bayern. Auch er will sich mit seinen limitierten Einsatzzeiten nicht zufrieden geben und drängt auf einen Wechsel, um Spielpraxis zu sammeln.

Nach "Bild"-Informationen könnte er das in der Rückrunde beim FC Augsburg tun - als Leihspieler.

Augsburgs neuer Präsident Klaus Hofmann ist jedoch skeptisch. "Es ist nichts unmöglich, aber da haben wir eher schlechte Karten. Die halbe Bundesliga ist hinter ihm her", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

Bayer Leverkusen, Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach haben bereits Interesse bekundet. Die Gladbacher sollen ihr Angebot aber mittlerweile zurückgezogen haben, weil für sie nur ein Kauf in Frage kam. Die Bayern wollen Hojbjerg aber nur ausleihen.

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