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Arjen Robben erhält in der Hinrunde von SPORT1 die Durchschnittsnote 1,96
Arjen Robben erhält in der Hinrunde von SPORT1 die Durchschnittsnote 1,96 © getty

München - SPORT1 stellt Arjen Robben das beste Hinrunden-Zeugnis aller Bundesligaspieler aus. Die Bayern schwelgen in Superlativen.

Der beste Feldspieler der Welt.

Dass sie beim FC Bayern mit Superlativen, insbesondere wenn sie den eigenen Verein betreffen, nicht immer zurückhaltend sind, ist bekannt.

Schließlich haben sie ja auch den besten "Torwart der Welt" (Zitat Uli Hoeneß) und alle Jahre wieder die "beste Mannschaft aller Zeiten" (Paul Breitner).

Was Arjen Robben anbelangt, hat Karl-Heinz Rummenigge mit der oben stehenden Formulierung sicherlich tief in die Wortkiste gegriffen, und andere Weltstars wie Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi kurzerhand missachtet.

Zumindest so viel stimmt aber wohl doch: Arjen Robben ist so stark wie nie zuvor - und zumindest in der Bundesliga unerreicht (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Die Experten schwärmen, die Fans staunen, die Gegner zittern. Und die SPORT1-Statistik unterstreicht, wie gut der Niederländer im zweiten Halbjahr 2014 unterwegs war: In der SPORT1-Elf der Hinrunde

ist Robben der mit Abstand beste Spieler.

SPORT1-Note 1,96

Sein Notenschnitt von 1,96 (!) ist der absolute Spitzenwert, gleich acht Mal stand er in der Elf des Spieltages und zwei Mal erhielt er sogar die selten vergebene Bestnote.

Bei 13 Bundesliag-Einsätzen erzielte Robben in der laufenden Saison zehn Tore und legte drei Mal für seine Teamkollegen auf. Auch in der Champions League war er bereits zwei Mal erfolgreich.

Im Gespräch mit SPORT1 sagte Robben kürzlich: "Im Moment läuft es sehr gut. Ich genieße meinen Fußball, unter dem neuen Trainer habe ich nochmal einen Schritt nach oben gemacht. Es läuft alles positiv."

Wenn Rummenigge also nach dem 4:0-Sieg beim FC Augsburg vom "besten Feldspieler der Welt" spricht, meint er solche Szenen: Ein wunderbarer Schlenzer mit links ins lange Eck, oder ein Sololauf gegen drei Gegenspieler auf engstem Raum mit zielgenauem Abschluss. Es war bereits der 15. Tordoppelpack für Robben im Dress des FCB in der Bundesliga.

Verletzungsfrei im Rhythmus

Robben profitiert davon, dass er in den vergangenen Monaten ohne längere Pausen einsatzbereit war und keine schweren Verletzungen seinen Rhythmus unterbrachen. Der früher so anfällige Flügelflitzer ist plötzlich so fit wie nie zuvor.

"Das Wichtigste bei mir ist immer, physisch über längere Zeit fit zu sein", bestätigt Robben. "Ich versuche immer, ich selbst zu sein, ich fühl mich einfach gut. Wenn es ohne Verletzungen geht, macht es Spaß", beschreibt er seinen Lauf.

Sicherlich haben der Champions-League-Sieg von 2013 und das Vertrauen von Trainer Pep Guardiola ihr Übriges dazu beigetragen.

Flexibel, vielseitig - "incredible"!

"Ein super Profi, incredible. Nicht nur von der Qualität, auch von der Mentalität", lobt Guardiola den Mann, den er mit zum nahezu unersetzbaren Führungsspieler gemacht hat.

"Er hat mich, aber auch andere Spieler flexibler gemacht", sagt Robben über die Zusammenarbeit mit Guardiola. "Die Taktik ist in einem Spiel so, in einem anderen Spiel so. Dann musst du auch selbst nachdenken, damit bist du sehr beschäftigt."

Das flexible Spielsystem kommt Robben entgegen. Er ist damit noch mehr gefragt und kann seine Vielseitigkeit nach vorne ausspielen - als Passgeber, Dribbler und Torjäger. Mit dem Ball am Fuß fühlt sich Robben wohl. Je mehr Ballbesitz für seine Mannschaft, umso besser.

Der beste Arjen Robben aller Zeiten also? "Ich weiß, nicht ob es so ist", sagt Robben zu SPORT1 bescheiden. Er lässt die Verantwortlichen klappern, gehört ja schließlich zum Geschäft, und antwortet selbst lieber mit Leistung auf dem Platz.

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