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Lucien Favre (l.) kam 2011 zu Borussia Mönchengladbach. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 13. Spieltags
Lucien Favre (l.) kam 2011 zu Borussia Mönchengladbach. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 13. Spieltags © getty

Wolfsburg - Die Euphorie bei Borussia Mönchengladbach ist nach dritten Pleite in Folge verpufft. Der Ton im Favre-Team wird rauer.

Bei der Frage nach der Krise verfinsterte sich die Laune von Weltmeister Christoph Kramer noch zusätzlich.

"Wenn ich mir in allen drei Wettbewerben die Tabelle anschaue, dann fällt es mir ganz, ganz schwer, über Krise zu reden", sagte der Gladbacher Mittelfeldspieler nach dem 0:1 beim VfL Wolfsburg.

Und sein leicht angesäuerter Unterton war dabei nicht zu überhören.

"Was ist denn mit den Mannschaften, die hinter uns stehen?"

Niederlagen haben Spuren hinterlassen

Tatsächlich: Hätte den Gladbachern jemand angeboten, nach 13 Spieltagen auf Tabellenplatz fünf zu stehen, in der Europa League noch alle Chancen aufs Weiterkommen zu haben und auch noch im DFB-Pokal dabei zu sein - sie hätten es mit Sicherheit unterschrieben.

Und doch: Drei Niederlagen in Serie haben auch beim Team von Trainer Lucien Favre Spuren hinterlassen. Bei der Suche nach den Erklärungen wirkten die Gladbacher Akteure am Sonntagabend in Wolfsburg durch die Bank ratlos.

"Arbeiten, arbeiten, arbeiten!"

Dafür gab Trainer Lucien Favre das Motto für die kommenden Wochen vor: "Arbeiten, arbeiten, arbeiten! Das ist die einzige Lösung", sagte der Schweizer.

Denn für ihn und die Gladbacher geht es in der Winterpause um viel. Vor allem muss das Team beweisen, dass sie auch nach dem Ritt auf der Euphoriewelle ein Spitzenteam sind.

"Wir müssen die letzten 10 bis 15 Prozent finden, die uns fehlen", betonte Favre.

Denn auch in Wolfsburg wurde deutlich, dass den Gästen die Leichtigkeit, die Selbstverständlichkeit im eigenen Spiel abhandengekommen ist. Sinnbildlich dafür stand am Sonntagabend irgendwie Torhüter Yann Sommer.

Spielentscheidendes Tor

Viel machte der Schweizer Nationaltorwart richtig und hielt sein Team in der zweiten Halbzeit mit starken Paraden im Spiel - doch am spielentscheidenden Tor von Robin Knoche (12.) war er maßgeblich beteiligt.

Eine Flanke von Marcel Schäfer faustete er direkt auf Robin Knoche, der aus kurzer Distanz den Ball ins Tor bugsieren konnte.

Während der 18 Spiele dauernden Serie ohne Niederlage zu Saisonbeginn wäre seine Abwehr höchstwahrscheinlich irgendwo im Niemandsland auf Höhe der Mittellinie gelandet.

Herrmann glaubt an die Wende

"Es soll momentan einfach nicht sein. Es ist schwer zu erklären. Wir müssen einfach Punkte holen. Da kommt man nur raus, wenn man Punkte holt", sagte Patrick Herrmann. Auch so ein Unglücksrabe des Spiels.

Der Mittelfeldspieler vergab per Kopf die größte Gladbacher Chance. "Den muss ich einfach reinmachen", betonte er: "Es war ja klar, dass wir die Saison nicht so weiterlaufen kann, wie am Anfang.

Jetzt haben wir eben so ein kleines Loch. Wir müssen uns an der Nase packen und da rauskommen."

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