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Elias Kachunga (2.v.r.) sicherte dem SC Paderborn das Remis
Elias Kachunga (2.v.r.) sicherte dem SC Paderborn das Remis © Getty Images

Paderborn - Paderborn erkämpft sich gegen den SC Freiburg einen wichtigen Punkt. Nur der Präsident hatte sich etwas mehr erhofft.

Wilfried Finke meldet sich nicht oft zu Wort.

Wenn es der Präsident des SC Paderborn aber tut, haben seine Aussagen stets Gewicht.

"Das war der schwächste Gegner, den wir bislang hier zu Gast hatten. In der Form von heute kann man sie sicher hinter sich lassen", meinte der Klubchef nach dem 1:1 (0:1) gegen den SC Freiburg und stellte klar: "Hätte das Spiel zehn Minuten länger gedauert, wäre der Sieger eindeutig gewesen."

Verdienter Punkt für Paderborn

In der Tat sprachen die Zahlen klar für den Aufsteiger: 63 Prozent Ballbesitz und 24:4 Torschüsse machten deutlich, dass der späte Ausgleich durch Joker Elias Kachunga (89.) nach dem umstrittenen Rückstand durch den verwandelten Foulelfmeter von Vladimir Darida (18.) zwar glücklich, aber mehr als verdient war. (Spätes Glück für Paderborn: Highlights auf SPORT1.fm)

So sah es auch SCP-Trainer Andre Breitenreiter, der den Sport-Club im Vorfeld angesichts der vergleichbaren Möglichkeiten als Vorbild gepriesen hatte.

"Ich bin glücklich, dass wir für diesen hohen Aufwand belohnt worden sind. Wenn ich mir die Statistiken so anschaue, hätte ich ansonsten den Glauben an die Gerechtigkeit verloren", sagte der 41-Jährige.

SCP der "Gewinner des Spieltags"

Um den Sieg gebracht fühlte sich der Coach aber nicht - trotz des strittigen Freiburger Strafstoßes, "den wir nie gekriegt" hätten.

Vielmehr machte sich Stolz breit über die Reaktion seiner Mannschaft nach der herben 0:4-Pleite bei Werder Bremen: "Es zeichnet uns aus, dass wir in der letzten halben Stunde immer an uns glauben. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Wir haben eine Punkteausbeute, die uns keiner zugetraut hat."

Sport-Geschäftsführer Michael Born erklärte seine Mannschaft mit dem "absolut gewonnenen Punkt" im Gepäck sogar zum "Gewinner des Spieltags" und schob süffisant nach: "So wie Freiburg spielt, bekommt man normalerweise nur eine Chance. Wir hatten ein paar mehr."

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Etappenziel in Reichweite

Die 17 Zähler der Ostwestfalen sind nicht zuletzt deswegen komfortabel, weil Paderborn die Freiburger (13) durch die Punkteteilung auf Distanz hielt. Gut möglich also, dass der als Absteiger Nummer eins gehandelte SCP auf einem Nichtabstiegsplatz zumindest überwintert.

Angst vor den schweren Aufgaben bis zur Winterpause (beim VfL Wolfsburg, gegen Schalke 04, beim VfB Stuttgart) hat die Mannschaft nach der erneut moralisch einwandfreien Vorstellung trotz des vierten Auftritts in Folge ohne Sieg offenbar nicht.

"Die Ausbeute ist ordentlich. Jetzt sehen wir zu, bis zum Winter noch irgendwie zu punkten", erklärte Rechtsverteidiger Jens Wemmer und schob schmunzelnd nach: "Aber die ersten 14 Spiele hatten es auch in sich, und da haben wir auch irgendwie gepunktet."

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