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Roberto Di Matteo FC Schalke
Roberto Di Matteos Handschrift beim FC Schalke ist zu erkennen © Getty Images

Beim FC Schalke ist die Handschrift von Roberto Di Matteo nach zwei Monaten im Amt zu erkennen. Eine lange Suche steht vor dem Ende.

Damals, in der großen Zeit von Huub Stevens beim FC Schalke 04, wusste jeder, was er bekommt, wenn die Königsblauen aufliefen.

"Die Null muss stehen" war das Motto von Stevens. Das musste nicht jedem gefallen, aber es funktionierte und es gab dem Team ein Gesicht, eine wiedererkennbare Spielweise.

Seit sich Stevens mit dem zweiten Pokalsieg in Folge auf Schalke 2002 verabschiedete, haben sich viele Nachfolger am Gelsenkirchener Kader versucht, unter anderem er selbst. Einige hatten Erfolg, eine so unverwechselbare Truppe wie Stevens und seine "Eurofighter" war aber nicht mehr dabei.

Mit Robert Di Matteo könnte den Schalkern der richtige Griff gelungen sein. Die Handschrift des Italo-Schweizers ist nach zwei Monaten im Amt erkennbar.

Seit Anfang Oktober ist Di Matteo Trainer in Gelsenkirchen und brachte Schalkes "Jahrhundertrainer" Stevens und dem VfB Stuttgart am Samstag eine ganz bittere Pleite bei.

Taktikkönner Di Matteo wurde geholt, um den Königsblauen nach der zweijährigen Berg- und Talfahrt unter Jens Keller Konstanz einzuimpfen, eine klare Linie reinzubringen. Nach wechselhaftem Start sind Fortschritte deutlich erkennbar.

Drei Bundesligaspiele haben die Schalker jetzt in Folge gewonnen, dabei elf Tore erzielt. In Stuttgart agierte die Mannschaft hinten kompakt, vorne spielt sich die Doppelspitze aus Klaas-Jan Huntelaar und Eric-Maxim Choupo-Moting immer besser ein.

Aus der Personalnot hat Di Matteo eine Tugend gemacht und zeitweise aufs Abstellgleis geratetenen Profis wie Christian Fuchs und Tranquillo Barnetta neues Selbstvertrauen gegeben. Fünf Siege aus sieben Bundesligaspielen sind eine sehr ordentliche Bilanz. Schafft Di Matteo es am Mittwoch in Maribor auch noch, dass Schalke in der Champions League überwintert, ist sein Start im neuen Amt absolut gelungen.

Die Schalker Suche nach Kontinuität steuert auf ein Ende zu.

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