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ABWEHR: Cleber (r., Hamburger SV) - SPORT1-Note: 2
Hamburgs Cleber Reis (r.) erzielte beim Sieg gegen Mainz sein erstes Saisontor. © getty

Hamburg - Der Hamburger SV feiert gegen Mainz 05 den dritten Heimsieg in Folge. Die Aufholjagd des lange schwachen FSV kommt zu spät.

Der Hamburger SV kann sich im Bundesliga-Abstiegskampf auf seine neue Heimstärke verlassen.

Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer besiegte den FSV Mainz 05 nach einer couragierten Vorstellung mit 2:1 (1:0) und feierte den dritten Erfolg in der heimischen Arena in Serie. Damit verließen die Hanseaten die Abstiegsränge und stellten nach langer Zeit wieder den Kontakt zum Tabellen-Mittelfeld her.

Der brasilianische Verteidiger Cleber erzielte mit einem wuchtigen Rechtsschuss nach einem Eckball die Hamburger Führung (32.). Kurz nach der Pause sorgte Kapitän Rafael van der Vaart mit einem Handelfmeter (54.) für die Vorentscheidung in einem einseitigen Duell. (Brachialer Cleber und heiße Schlussphase - die Highlights auf SPORT1.fm nachhören)

Die Erleichterung bei den HSV-Fans unter den 45.968 Zuschauern war deutlich zu spüren, nach dem Anschlusstor von Shinji Okazaki (89.) mussten sie aber nochmal kurzzeitig zittern.

Negativ-Serie der Mainzer hält an

Mainz wartet dagegen weiter auf ein Erfolgserlebnis. Das Team von Coach Kasper Hjulmand gewann keines seiner vergangenen sechs Ligaspiele (zwei Punkte) und liegt in der Tabelle inzwischen nur noch einen Zähler vor den Hamburgern.

Nach einer erschreckend schwachen Vorstellung müssen die Rheinhessen ihren Blick langsam ins untere Drittel richten.

Kampf, Mut, Leidenschaft - der HSV wollte den vierten Saisonerfolg regelrecht erzwingen. Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen (zwei Siege, zwei Niederlagen) drückte die Zinnbauer-Elf von Beginn an aufs Gas, erspielte sich aus dem Spiel heraus zunächst jedoch kaum Torchancen und blieb vor dem Mainzer Tor lange harmlos.

In der ersten halben Stunde sorgten lediglich ein abgefälschter Freistoß von Startelf-Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga (15.) und ein Standard von Rafael van der Vaart, den Cleber um Zentimeter verpasste (22.), für einen Hauch von Gefahr.

Ex-Mainzer Müller vergibt Chancen

Nach dem ersten HSV-Treffer Clebers, der den verletzten Heiko Westermann (Innenbandanriss) bestens vertrat, änderte sich das Bild. Mainz traute sich allmählich aus der Deckung, was den Hamburgern mehr Raum für Offensivaktionen ermöglichte. Davon profitierte vor allem der agile Ex-Mainzer Nicolai Müller.

Zunächst hatte er FSV-Keeper Loris Karius nach einem Konter schon umkurvt, wurde aber im letzten Moment noch abgedrängt (31.). Dann verzog der Flügelflitzer, der drei Jahre beim FSV gespielt hatte, kurz vor der Pause aus aussichtsreicher Position (40./41.).

HSV verpasst höhere Ausbeute

Auch im zweiten Spielabschnitt diktierten die Gastgeber das Spielgeschehen. Während FSV-Torjäger Okazaki in der Mainzer Offensive lange Zeit völlig in der Luft hing, spielte der HSV weiter munter nach vorne.

Zunächst landete ein Lasogga-Kopfball noch auf dem Tornetz (51.), dann sorgte Spielmacher van der Vaart, der auf der Sechser-Position überzeugte, kurze Zeit später für das 2:0.

In der Folge verpassten die Norddeutschen einen höheren Sieg. Erst scheiterte Artjoms Rudnevs freistehend (56.), dann köpfte Johan Djourou nicht platziert genug (71.).

Aufholjagd des FSV kommt zu spät

Doch kurz vor Schluss drehte Mainz plötzlich auf: Okazaki traf zum 1:2 und köpfte in der vierten Minute der Nachspielzeit um Zentimeter vorbei.

Auffälligste Spieler beim HSV waren die Torschützen Cleber und van der Vaart sowie Müller. Aufseiten der Mainzer überzeugten allenfalls Johannes Geis im defensiven Mittelfeld und Torhüter Karius, der mehrfach eine höhere Niederlage verhinderte.

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