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Joe Zinnbauer holte mit dem Hamburger SV den fünften Auswärtspunkt der Saison. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 15. Spieltags
Joe Zinnbauer holte mit dem Hamburger SV den fünften Auswärtspunkt der Saison © getty

Freiburg - Der Hamburger SV zeigt beim SC Freiburg eine schwache Leistung - und tritt nach dem Remis dennoch zufieden die Heimreise an.

Nein, wirklich unzufrieden waren sie beim Hamburger SV nicht mit diesem schmeichelhaften Punktgewinn im Kellerduell.

"Das ist doch wieder ein Schritt nach vorne, wenn man auswärts einen Zähler holt. Wir haben den Gegner auf Abstand gehalten, das war der Plan", sagte Coach Joe Zinnbauer nach dem 0:0 beim SC Freiburg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Überzeugend gespielt hatte der Bundesliga-Dino im beschaulichen Breisgau zuvor nur ganz selten, "keinen Sahnefußball" bilanzierte Offensivspieler Lewis Holtby auch deshalb.

Fünfter Auswärtspunkt für den HSV

Aber egal, wenn der notorisch auswärtsschwache HSV jetzt schon mit dürftigen Leistungen gegen direkte Abstiegskonkurrenten Zählbares holt, dann scheint der Weg zu stimmen.

Acht Spiele hat die Mannschaft um den am Samstag wieder starken Kapitän Rafael van der Vaart in dieser Saison bislang in der Fremde absolviert.

Ein Sieg sprang dabei heraus, in Freiburg nun eben das zweite Unentschieden.

"Können zufrieden sein"

"Die letzten Auswärtsspiele waren nicht immer top. Ein Punkt ist daher in Ordnung", sagte Holtby, während van der Vaart kurz resümierte: "Ich denke, dass wir zufrieden sein können."

Allerdings nur mit dem Ergebnis, das Keeper Jaroslav Drobny früh mit einem gehaltenen Foulelfmeter von Vladimir Darida (2.) sicherte. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Dass die Situation an der Elbe nämlich weiterhin mehr als angespannt bleibt, wissen Spieler und Trainer ohnehin. 16 Punkte weist das Konto der Hamburger auf, gerade mal zwei mehr als das der Freiburger.

Harmlose Hamburger

Auch ein einziger Schuss aufs gegnerische Tor - der HSV stellt mit gerade einmal neun Treffern ohnehin die schwächste Offensive der Liga - dürfte die Sorgen von Zinnbauer nicht unbedingt weniger werden lassen. Aber immerhin kannte der die Gründe.

"Wir haben einiges versucht, aber in der Spitze ist uns wenig geglückt", sagte der 44-Jährige. Der letzte Pass habe gefehlt, auch die letzte Cleverness.

"Aber im Moment ist sowieso alles ergebnisorientiert. Wir haben so gekämpft und gerackert, wie es im Abstiegskampf sein sollte. Das war gut", sagte Zinnbauer.

"Müssen jetzt die Punkte holen"

Was die Ergebnisse angeht, müssen die Hanseaten hingegen noch etwas liefern, um ein besinnliches Weihnachtsfest feiern zu können. 19 Punkte hat Zinnbauer bis zum Abschluss der Hinrunde gefordert.

Am kommenden Samstag bei Schalke 04 und vor allem am Dienstag daheim gegen den VfB Stuttgart soll daran gearbeitet werden.

"Das ist doch ganz einfach, wir müssen jetzt die Punkte holen", sagte Abwehrchef Johan Djourou wohlwissend, dass der HSV daheim derzeit nur schwer zu schlagen ist und drei Siege in Folge gefeiert hat.

Nächstes Kellerduell vor der Brust

Auch deshalb wollten die HSV-Akteure den Samstagmittag schnell abhaken, nur das Positive mitnehmen und den Blick schnell auf das nächste Kellerduell gegen Stuttgart richten.

"Wir werden alles für die drei Punkte geben", versprach Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier.

Holtby sprach fast zeitgleich vom Big Point, den man unbedingt einfahren wolle, und schielte auch auf das Duell mit seinem Ex-Verein Schalke: "Das wird schwer, aber natürlich ist auch dort ein Sieg unser Ziel, sagte der Mittelfeldspieler: "Erst dann feiern wir Weihnachten."

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