Neun Pleiten in 15 Spielen - niemand hat häufiger verloren. Der BVB sollte sich mit der Realität abfinden. Die heißt Abstiegskampf.

Am Samstagnachmittag standen die Spieler von Borussia Dortmund nach der 0:1-Niederlage in Berlin mit hängenden Köpfen vor ihren Fans. Wieder einmal.

Neun Mal haben die Dortmunder in 15 Spielen verloren. Keine andere Mannschaft hat mehr Niederlagen kassiert als das Team von Trainer Jürgen Klopp.

Zwei Spiele vor dem Ende der Hinrunde steht der BVB auf dem Relegationsrang. Am Mittwoch kommt der zweitplatzierte VfL Wolfsburg, zum Abschluss des Jahres geht es zum Vorletzten nach Bremen.

Es ist durchaus möglich, dass der Vizemeister das Jahr 2014 als Tabellenletzter beendet.

Ein Champions-League-Achtelfinalist als Absteiger? Eigentlich kaum vorstellbar. Eigentlich.

Aber: Dortmunds Mannschaft ist verunsichert und steckt in einer Negativspirale. Der Trainer findet keine Lösungen, Klopps Maßnahmen wirken wie Aktionismus.

Erst setzte er Torwart Roman Weidenfeller auf die Bank, vor dem Spiel in Berlin sortierte er Kevin Großkreutz aus. Gebracht hat beides nichts.

Noch schlechter als Dortmund stehen nur Bremen und Stuttgart da.

Natürlich wäre es nicht seriös, den BVB mit Werder und dem VfB zu vergleichen.

Bremen befindet sich schon seit einigen Jahren im Umbruch, in Stuttgart haben die Verantwortlichen den Klub durch diverse Fehler in eine existenzbedrohende Situation gebracht.

Alle drei eint jedoch, dass sie vor nicht allzu langer Zeit noch Deutscher Meister waren und zu den ruhmreichsten Klubs der Bundesliga gehören.

Auch der Hamburger SV steckt als Tabellen-14. mitten im Abstiegskampf. Die Chance, dass es am Ende der Saison einen der Traditionsvereine erwischt, ist nicht gerade gering.

Dagegen beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der FC Bayern die Meisterschaft gewinnt, so gut wie 100 Prozent.

Durch das 4:0 in Augsburg sicherten sich die Münchner zum vierten Mal in Folge die Herbstmeisterschaft.

Das letzte Mal, als die Bayern nach einer gewonnenen Herbstmeisterschaft am Ende nicht ganz oben standen, war in der Saison 2011/12. Damals triumphierten die Dortmunder.

In der Saison 2014/15 erinnert beim BVB nichts mehr an diese glorreichen Zeiten.

Das Ziel kann dieses Mal nur heißen: unten rauskommen. Und das wird schwer genug.

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