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Borussia Dortmund VfL Wolfsburg Naldo Ilkay Gündogan
Naldo (r.) trifft für Wolfsburg per Kopf zum 2:2-Ausgleich © getty

Dortmund - Der BVB investiert sehr viel gegen Wolfsburg, am Ende langt es aber nicht zum Sieg. Damit bleibt Dortmund im Keller hängen.

Borussia Dortmund droht das Jahresende im Tabellenkeller der Bundesliga zu verbringen.

Der deutsche Vizemeister kam im Heimspiel der 16. Runde trotz einer kämpferisch starken Vorstellung über ein 2:2 (1:1) gegen den Zweiten VfL Wolfsburg nicht hinaus und hat vor dem Hinrunden-Abschluss am Samstag bei Werder Bremen nur 15 Punkte auf dem Konto.

Pierre-Emerick Aubameyang (8.) brachte den BVB in einem phasenweise hochklassigen Spiel vor 80.467 Zuschauern in der ausverkauften Arena mit seinem fünften Saisontor in Führung, bevor Kevin de Bruyne per Freistoß (29.) für den Ausgleich sorgte.

Die erneute BVB-Führung durch Ciro Immobile (76.) egalisierte Naldo per Kopfball in der 85. Minute.

Klopp: "Das darf so nicht passieren"

Zum Ausgleich durch Naldo sagte BVB-Trainer Jürgen Kloppbei "sky": "Das darf so nicht passieren". Sebastian Kehl ließ seinen Gegenspieler in der Situation entwischen.

Immerhin machte Klopp die Leistung des bärenstarken Immobile Mut. "Er war herausragend gut", sagte Klopp. "Er ist körperlich in einer guten Verfassung, er hat absolute Qualitäten im Strafraum. Ein ganz tolles Tor, eine tolle Vorlage."

Mit Blick auf den verpassten Sieg fügte Klopp noch an an: "Es gibt positive Dinge zu berichten, aber am Ende steht das Ergebnis."

Bengalio: "Ein gutes Spiel von beiden"

Wolfburgs Keeper Diego Benaglio meinte: "Das war ein gutes Spiel von beiden. Wenn du 1:2 hinten liegst, ist das ein gewonnener Punkt. So wie das Spiel gelaufen ist, müssen wir uns mit einem Unentschieden begnügen."

Großkreutz zurück in Startelf

Trainer Jürgen Klopp hatte seine Mannschaft gegenüber dem blamablen 0:1 bei Hertha BSC auf zwei Positionen verändert.

Für den erkrankten Lukasz Piszczek (Magen-Darm) rückte Weltmeister Erik Durm in Anfangsformation, der zuletzt auf die Tribüne verbannte Kevin Großkreutz für den verletzten Henrich Mchitarjan in die Startformation. Adrian Ramos stand nicht einmal im Kader.

Aubameyang trifft zur Führung

Die Borussen begannen furios, setzten die Niedersachsen von Beginn an unter Druck. Der Kopfball des freistehenden Aubameyang wenige Sekunden nach dem Anpfiff über das Tor hatte Signalwirkung. Schließlich war der Gabuner wenig später nach einer präzisen Flanke von Ciro Immobile erfolgreicher und grätschte den Ball zum 1:0 über die Linie.

Allerdings stand dem BVB zuvor das Glück Pate, als Torhüter Mitchell Langerak einen Schuss des starken de Bruyne bravourös parierte und der Belgier im Nachschuss das Gehäuse verfehlte.

Da auch Wolfsburg stets den Weg in der Offensive suchte, ergaben sich für die Borussen die nötigen Räume für ihr schnelles Umschaltspiel.

Langerak sieht bei Gegentor schlecht aus

Doch zunächst musste der BVB einen Rückschlag verkraften, denn de Bruyne traf aufgrund eines eklatanten Torwartfehlers von Langerak mit einem Freistoß aus 20 Metern zum 1:1. Auf der Gegenseite scheiterte Immobile (37.) freistehend an VfL-Keeper Diego Benaglio.

Mit ihrer Ballsicherheit und dem Selbstbewusstsein eines Tabellenzweiten kamen die Wolfsburger immer besser ins Spiel. M

Mt einem Reflex verhinderte Weidenfeller-Vertreter Langerak gegen Vieirinha (49.) das 1:2. Dortmund bot stets Paroli, agierte jedoch allzu oft zu hektisch und ungenau, aber auch erneut glücklos. Mehrfach hielt Benaglio mit Glanzparaden im Spiel, gegen den wuchtigen 18-Meter-Schuss von Immobile hatte er jedoch keine Chance.

Die Highlights der Partie gibt es im Sportradio bei Sport1.fm

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