vergrößernverkleinern
MATTHIAS GINTER (Borussia Dortmund): Sein Wechsel von Freiburg nach Dortmund sollte ein Karrieresprung sein. Wirkte auf neuem Niveau jedoch überfordert. Freiburg ist 18., Ginter mit dem BVB 17. - das sagt alles. Neunmal ohne Einsatz im Kader. Bundesliga-Bilanz: 8 Spiele/0 Tore/0 Torvorlagen
Davie Selke (l.) traf gegen Dortmund zur Führung © imago

Bremen - Borussia Dortmund unterliegt nach blamabler Leistung in Bremen. Selke und Bartels treffen für Werder. Hummels' Tor kommt zu spät.

Unglaublich, aber wahr! Nach einer 1:2 (0:1)-Niederlage beim bisherigen Tabellenletzten Werder Bremen überwintert der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga tatsächlich auf einem Abstiegsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

BVB-Trainer Jürgen Klopp könnte ein unruhiger Jahreswechsel bevorstehen.

Den ersten Sieg der Hanseaten nach sechs Pleiten in Serie gegen den BVB leitete schon in der dritten Minute Nachwuchsstürmer Davie Selke ein.

Blitzstart dank Selke

Der Junioren-Europameister ließ nach Pass von Santiago Garcia Dortmunds Torhüter Mitchell Langerak mit einem platzierten Schlenzer keine Abwehrchance. Für das 2:0 sorgte Fin Bartels (62.) aus kurzer Distanz, mustergültig bedient durch Selke.

Per Kopfball konnte Weltmeister Mats Hummels (69.) nur noch verkürzen.

Nach dem schnellen Rückstand fanden die Gäste in der ersten Halbzeit trotz unübersehbarer Feldvorteile überhaupt nicht in die Partie.

Fehlpässe am laufenden Band

Die 42.100 Zuschauer im ausverkauften Wesersadion staunten nicht schlecht über die zahlreichen Fehlpässe und oft unverständlichen Abstimmungsprobleme bei den Westfalen. Zudem wirkten die Platzherren bei nahezu jedem Zweikampf griffiger und entschlossener.

Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin erarbeiteten sich die Gäste nicht eine einzige klare Einschussmöglichkeit.

Die sonst so wackelige Hintermannschaft der Norddeutschen stand zunächst gut, selbst Pierre-Emerick Aubamayeng konnte ungeachtet seiner Schnelligkeit nur ansatzweise für Gefahr sorgen.

Lorenzen vergibt das 2:0

Das Team von Coach Viktor Skripnik verlegte sich auf gelegentliche Konter und war damit gefährlicher als der Champions-League-Achtelfinalist. Zweimal hätte Melvyn Lorenzen in der 26. und 43. Minute die Bremer Führung sogar ausbauen können.

Klopp reagierte schon nach knapp 40 Minuten und forderte sämtliche Reservisten, sich für eine Einwechslung aufzuwärmen.

Ex-Kapitän Sebastian Kehl blieb zu Beginn der zweiten Halbzeit in der Kabine.

Kagawa verpasst den Ausgleich

Der Routinier wurde Shinji Kagawa ersetzt. Auf Vorarbeit des Japaners kam der BVB immerhin zu seiner ersten Torchance, ein abgefälschter Schuss von Lukasz Piszczek (51.) strich knapp am linken Torpfosten vorbei.

Kagawa selbst hatte das 2:2 (78.) auf dem Fuß, jagte den Ball jedoch freistehend weit über das Tor.

SV Werder Bremen-Borussia Dortmund-Bundesliga
Die Stimmung bei Borussia Dortmund ist nach dem letzten Spiel des Jahres ziemlich gedrückt © Getty Images
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel