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VfL Wolfsburg-1. FC Köln-Bundesliga
Der VfL Wolfsburg geht mit einem Vereinsrekord in die Winterpause © Getty Images

Wolfsburg - Wolfsburg müht sich gegen Köln, schickt aber dennoch eine Kampfansage an die Konkurrenz. Matchwinner Naldo erntet Lobeshymnen.

Müde waren sie, erschöpft, am Maximum angekommen. Aber nicht zu müde für eine Kampfansage."Wir wollen uns weiter verstärken, wir wollen die Qualität der Mannschaft nochmals erhöhen", erklärte Wolfsburgs Geschäftsführer Sport Klaus Allofs nach dem 2:1 (1:1) zum Jahresabschluss gegen den 1. FC Köln bei "Sky".

Wolfsburg zementiert Platz zwei

Mit elf Punkten Rückstand auf den FC Bayern belegt der VfL nach der Hinrunde Platz zwei der Bundesliga-Tabelle - und hat seinerseits schon sechs Zähler Vorsprung auf das drittplatzierte Leverkusen (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Auf dem Weg zum von Allofs noch einmal bekräftigten Ziel, "in die Champions League zu kommen", war der Erfolg gegen Köln nach zuletzt zwei Unentschieden ein weiterer wichtiger Schritt (Wolfsburg zementiert Platz 2 - die Highlights auf SPORT1.fm).

Wie erleichtert die Wolfsburger nach dem 15. Sieg im bereits 25. Pflichtspiel der kräftezehrenden Hinrunde waren, zeigte die Reaktion von Trainer Dieter Hecking, der mit dem Schlusspfiff an der Seitenlinie entschlossen die Faust ballte.

"Ein Spiel des Willens"

"Es war ein Spiel des Willens. Man hat gesehen, dass wir am Maximum angekommen waren", sagte Hecking, der sich dennoch mit 34 Punkten in der ersten Saisonhälfte über einen neuen Vereinsrekord freuen durfte.

Dabei hatten die Kölner durch Dominic Maroh (11.) zunächst vorgelegt, Bas Dost allerdings nur fünf Minuten später den Ausgleich für die Wölfe erzielt (DIASHOW: Die Bilder des 17. Spieltags).

Am Ende war es einmal mehr Innenverteidiger Naldo (78.), der nach einer Ecke von Vorlagenkönig Kevin De Bruyne den Siegtreffer erzielte.

Lobeshymnen auf Naldo

"Naldo spielt eine hervorragende Vorrunde, weil er hinten gut steht und vorne auch diese Torgefahr ausstrahlt", lobte Hecking nach dem fünften Saisontor des Brasilianers:

"Er ist schon einer der besseren Verteidiger in der Liga."

In der Vorwoche hatte Naldo mit seinem späten Treffer zum 2:2 in Dortmund bereits einen Zähler gesichert, gegen Köln brachte er das mit 64 Punkten zweitbeste Wolfsburger Kalenderjahr nach dem Meisterjahr 2009 (67) unter Dach und Fach.

Hunt sorgt für Misstöne

Friede, Freude, Eierkuchen also, könnte man meinen - wäre da nicht Aaron Hunt.

Der wechselwillige Mittelfeldspieler stand erneut nicht im Kader, Hecking hatte vor dem Anpfiff Aussagen von Hunt dementiert, er habe mit dem Ex-Bremer seit Monaten nicht gesprochen.

"Was ihn da geritten hat, war vielleicht auch ein bisschen Frust, dass seine Erwartungen nicht ganz erfüllt sind", sagte der VfL-Coach.

Marohs Führungstor weckt die Wölfe

Auch ohne Hunt bestimmten die Wolfsburger erwartungsgemäß von Beginn an das Spieltempo. Die Kölner machten allerdings geschickt die Räume eng und sorgten immer wieder für Entlastungsangriffe.

Der Lohn war der Führungstreffer durch Maroh, der für die Gastgeber allerdings ein Weckruf war.

Dost brachte den VfL mit einem wuchtigen Kopfballtreffer zurück ins Spiel, und nur fünf Minuten später hätte der Niederländer in einer ähnlichen Situation beinahe das 2:1 erzielt.

Köln blieb aber gefährlich und hatte bei einem Lattenlupfer von Daniel Halfar Pech (36.).

Maroh: "Mir ist nicht bange"

"Mit ein bisschen Glück hätten wir einen Punkt geholt", haderte FC-Keeper Timo Horn: "Man kann uns keinen Vorwurf machen, am Ende hat es aber leider nicht gereicht."

Torschütze Maroh sah trotz der Niederlage sogar Grund zu Optimismus.

"Man kann nicht alles verteidigen gegen so eine Offensive", sagte der Innenverteidiger und erklärte mit Blick auf die nur zwei Zähler entfernten Abstiegsplätze:

"Wenn wir so weiter arbeiten, ist mir nicht bange."

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