vergrößernverkleinern
Markus Weinzierl-FC Augsburg
Markus Weinzierl ist seit 2012 Trainer des FC Augsburg. © imago

Augsburg - Der FC Augsburg schließt die beste Hinrunde der Geschichte ab - und stapelt weiter tief. Gladbach ist trotz Niederlage zufrieden.

Markus Weinzierl hüpfte herum wie ein Känguru, Stefan Reuter lachte wie ein Kind, das zu Weihnachten viel mehr unter dem Christbaum gefunden hat, als es zuvor erwartet hatte.

Und das Publikum? Nach dem 2:1 (1:1) des FC Augsburg gegen Borussia Mönchengladbach glich die Augsburger "Puppenkiste" einem Tollhaus:

27 Punkte, die beste Hinrunde seit dem Aufstieg 2011 und, ja, mitten drin im Kampf um einen Platz in der Europa oder Champions League.

"Sensationell" sei das alles, sagte Weinzierl. Ein neues Saisonziel wird in Augsburg deshalb aber noch lange nicht ausgerufen.

"Wenn die Mannschaft so weitermacht dann haben wir unser Ziel, den Klassenerhalt, sehr schnell erreicht", sagte Torschütze Markus Feulner allen Ernstes.

Die Highlights des Spiels auf SPORT1.fm

Augsburg kratzt an Platz 3

So viel Zurückhaltung klingt mittlerweile nach völlig falscher Bescheidenheit. Weinzierl mahnt, der Abstand nach hinten sei gering.

Hinten, das wäre der Relegationsplatz. Zehn Punkte Puffer haben die Augsburger auf den. Zu Rang drei, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt, hat der FCA einen einzigen Zähler Rückstand.

Der Höhenflug des FC Augsburg ist längst kein Zufall. Mit dem Abstieg könnten der Klub nur bei einem totalen Einbruch in der Rückrunde noch etwas zu tun bekommen. Damit rechnet vor allem bei der Konkurrenz keiner.

"Die stehen zurecht da, wo sie stehen", sagte Andre Hahn. Hahn hat bis zum Sommer beim FC Augsburg gespielt. "Ich werde nachher rübergehen und mir dann ein paar Sprüche anhören müssen", ergänzte er.

Gladbach tanzt auf drei Hochzeiten

Zum Beispiel könnte darüber gesprochen worden sein, dass Augsburg nach dem 0:1 durch Max Kruse (3./Handelfmeter) die bessere Mannschaft war und durch die Treffer von Feulner (20.) und des Ex-Gladbachers Raul Bobadilla (51.) ein unterhaltsames Spiel verdient gewann.

Oder darüber, dass die Gastgeber zum wiederholten Mal in dieser Saison einen Rückstand in einen Sieg verwandelt haben. Vielleicht werden Hahn und die ehemaligen Kollegen aber auch darüber gesprochen haben, wie 27 Punkte nun zu bewerten sind.

Auch die Borussia hat schließlich 27 Punkte nach dieser Hinrunde, aber kein einziges Mal fiel das Wort Klassenerhalt aus dem Munde eines Gladbachers. Stattdessen sagte Hahn: "Wir stehen überall gut da, und da muss man auch nichts schlechtreden."

Jantschke trotz Niederlage zufrieden

Heißt: Gladbach ist nach einer strapaziösen Phase mit 27 Pflichtspielen seit Beginn dieser Saison noch in allen Wettbewerben dick im Geschäft.

In Augsburg, das war zu erkennen, fehlte den Gladbachern nach ihrem Mammutprogramm ein bisschen die Frische. Trotzdem war keiner so richtig niedergeschlagen. "Wir haben nur vier Niederlagen in 27 Spielen, das kann sich sehen lassen", sagte Abwehrspieler Tony Jantkschke, "und mit 27 Punkten liegen wir im Soll."

Der FC Augsburg liegt ganz sicher darüber.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel