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Jürgen Klopp
Jürgen Klopp steckt mit dem BVB tief in der Krise © Getty

Mit jeder Niederlage wachsen die Zweifel an der Bundesligatauglichkeit von Borussia Dortmund - und auch an Trainer Jürgen Klopp.

Man hätte vermutlich ein stattliches Sümmchen gewinnen können, wenn man vor einem Jahr eine Kombi-Wette darauf abgeschlossen hätte, dass im Jahr 2014 Deutschland Weltmeister wird, Uli Hoeneß im Gefängnis und Borussia Dortmund auf einem Abstiegsplatz überwintern wird.

"Aber es ist scheinbar alles möglich im Leben", schlussfolgerte der Fußball-Weise Franz Beckenbauer daraus.

Also auch: Der Absturz des BVB in die Zweitklassigkeit.

Für den selbst ernannten Bayern-Jäger, der am Sonntag von Freiburg auf den letzten Platz gedrängt werden kann, geht es in dieser Saison nur noch ums Überleben.

Und man gewinnt von Woche zu Woche immer mehr den Eindruck, dass die einstigen Zauberfußballer von Jürgen Klopp für diesen Überlebenskampf nicht geeignet sind.

Mit jeder Niederlage spielen die Dortmunder schlechter, selbst gegen die Kellerkinder aus Berlin und Bremen gab es nach desolaten Auftritten völlig verdiente Niederlagen.

Man fragt sich, gegen welchen Gegner in der Liga der Meister von 2011 und 2012 in der Liga überhaupt noch gewinnen will. In der aktuellen Form werden jedenfalls nicht mehr viele Punkte hinzukommen.

Auch in Bremen musste Klopp zum wiederholten Mal nach Erklärungen für die unfassbaren Schwächen seines hoch bezahlten Teams in allen Mannschaftsteilen suchen und versprach erneut Besserung.

Der Coach setzt nun voll auf die Vorbereitung auf die Rückrunde und kündigte eine Aufholjagd an. Klar ist aber auch: Im neuen Jahr muss Klopp schnell liefern.

Hält die Negativserie an, wird sich der BVB sehr schnell die Frage stellen müssen, ob ein Trainerwechsel die letzte Möglichkeit ist.

Noch stehen die Vereinsbosse fest zum ehemaligen Meistertrainer, der sich seit seinem Amtsantritt viel Kredit erarbeitet hat.

Doch im Umfeld, bei Medien, Fans und Sponsoren, wird der Unmut immer lauter. Denn Klopp wirkt in der Krise immer ratloser und hat zuletzt keine Argumente geliefert, dass er der richtige Mann in der Not ist.

Und um dem Super-Gau des Abstiegs zu entgehen, an dem Image, Arbeitsplätze und extrem viel Geld hängen, haben schon sehr viele ansonsten besonnene Vorstände ihre Treueschwüre vergessen und zum letzten Mittel gegriffen.

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