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Philipp Lahm will mit Hoeneß ein langes Gespräch führen
Philipp Lahm will mit Hoeneß ein langes Gespräch führen © getty

Weltmeister Philipp Lahm freut sich auf die Rückkehr des zurzeit inhaftierten ehemaligen Präsidenten Uli Hoeneß (62) zum deutschen Rekordmeister Bayern München.

"Ich hoffe, dass er bald an die Säbener Straße zurückkehren kann und freue mich dann auf ein ausführliches Gespräch mit ihm. Für mich, für uns alle beim FC Bayern ist es wichtig, dass seine Erfahrung, seine Fußball-Kompetenz und sein Blickwinkel auf den Verein wieder in die Entscheidungen einfließen", sagte der aktuell verletzte Bayern-Kapitän in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Der 31-jährige Lahm schloss zudem ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft, aus der er nach dem WM-Triumph im Sommer zurückgetreten war, kategorisch aus.

"Da muss ich Fußball-Deutschland leider enttäuschen. Das Kapitel Nationalmannschaft ist für mich abgeschlossen. Ich werde das DFB-Trikot zukünftig nur noch als Fan beim Grillen und Zuschauen tragen", sagte der ehemalige DFB-Kapitän.

Lahm kann sich nicht vorstellen, dass er seine Meinung diesbezüglich noch einmal ändert: "Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr meinen Entschluss gefasst und stehe dazu. Ich hatte in der Nationalmannschaft zehn tolle Jahre, durfte Kapitän sein, bin Weltmeister geworden und habe für mich ein Ende gefunden. Ich werde auch nicht in eineinhalb Jahren plötzlich auf den EM-Zug aufspringen."

Der aktuellen Nationalmannschaft traut Lahm zu, auch ohne ihn bei der EURO 2016 in Frankreich den Titel zu holen: "Die Chance gibt es natürlich, aber wir wissen von der WM, dass es ein weiter Weg ist. Und die Konkurrenz besteht aus den üblichen Verdächtigen: Italien, Spanien - und Frankreich, die bei der Vergabe des Titels eine entscheidende Rolle spielen werden."

Rückblickend auf 2014 bezeichnete Lahm das Gefühl beim Schlusspfiff nach dem 1:0-Finalsieg nach Verlängerung gegen Argentinien am Abend des 13. Juli im Maracana von Rio de Janeiro und die Stunde danach als "gigantisch", der schönste Moment in seinem bisherigen Leben war es aber nicht: "Die Geburt meines Sohnes war schöner als der WM-Sieg. Privates steht für mich immer über beruflichen Ereignissen."

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