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Christian Seifert ist Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung
Christian Seifert ist Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung © Getty Images

DFL-Boss Christian Seifert steht nach der Entscheidung für die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga weiteren Hilfsmitteln offen gegenüber.

"Wir sind mit Anbietern von Zukunftstechnologien im stetigen Austausch. Da wird beispielsweise auch über automatische Abseitserkennung gesprochen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der "Bild".

Am Donnerstag hatten die 18 Klubs mehrheitlich dafür gestimmt, die Torlinien technisch überwachen zu lassen.

Ab der Saison 2015/16 wird mit dem Hawk-Eye gearbeitet.

"Dieses System minimiert die Risiken für sportliche Ungerechtigkeiten", so Seifert. Dass den Klubs dafür jährlich Kosten von 134.000 Euro entstehen, könne kein Gegenargument sein: "Ein Abstieg oder das Verpassen der Champions League, weil ein reguläres Tor nicht erkannt wurde, kostet weit mehr."

Der nächste Schritt ist vorerst nicht in Sicht: "Der Videobeweis ist noch Zukunftsmusik", stellte der 45-Jährige klar. "Ich habe auch große Zweifel, dass der Videobeweis, den FIFA-Boss Sepp Blatter befürwortet, zum Fußball passt."

Seifert hält die dafür notwendigen zusätzlichen Spielunterbrechungen für ein großes Problem.

Auch die Abseitskamera sei zumindest aktuell kein Thema.

"Wir sind zwar noch lange nicht an diesem Punkt, sollten uns aber offen und vorurteilsfrei mit neuen Technologien befassen", sagte Seifert.

Eine automatische Abseitserkennung sei "theoretisch denkbar. Ob das dann in Zukunft tatsächlich mal funktioniert, bleibt abzuwarten. Denn wenn ich sehe, wie haarscharf Abseitsentscheidungen oft sind, habe ich momentan noch meine Zweifel, ob und wie so etwas funktionieren könnte."

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