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Klaus-Michael Kühne besitzt 7,5 Prozent der HSV-Anteile
Klaus-Michael Kühne kehrt dem HSV offenbar den Rücken zu © getty

Der finanziell und sportlich angeschlagene Hamburger SV muss um den Erhalt der Lizenz für die kommende Saison bangen.

Grund für die neuen Sorgen bei den Hanseaten ist der bevorstehende Rückzug von Unternehmer Klaus-Michael Kühne, der sein Darlehen in Höhe von 25 Millionen Euro nicht wie ursprünglich geplant in Anteile der HSV AG umwandeln will und auf eine Rückzahlung besteht.

Dies bestätigte Frank Wettstein dem "Hamburger Abendblatt".

"Herr Kühne wird sein bis Ende dieses Jahres vereinbartes Optionsrecht nicht wahrnehmen, und bis zum Ende des Jahres werden wir mit Sicherheit keine Kapitalerhöhung verkünden", erklärte der Finanzvorstand des Bundesliga-Dinos.

Der Verein sieht sich daher gezwungen, schon 2015 den ersten Ratensatz von zwei Millionen Euro an Kühne zu überweisen.

Bis 2016 ist eine Zahlung von weiteren sechs Millionen Euro fällig, die restlichen 17 Millionen müssen dem Unternehmer bis 2017 erstattet werden.

Schon beim Lizenzierungsverfahren für die Saison 2015/16 könnten daher Probleme auf den HSV zukommen, die Lizenz für die laufende Spielzeit ist laut Wettstein jedoch nicht in Gefahr: "Für die Zeit danach gilt, dass die Rückzahlung von Verbindlichkeiten refinanziert werden muss, wenn die Ertragslage nicht deutlich verbessert werden kann."

Schon jetzt bedeute der Absprung Kühnes für Hamburg einen erhöhten Sparzwang.

"Grundsätzlich müssen wir die Kostenstrukturen überprüfen und dort, wo es Sinn macht, auch die Kosten deutlich reduzieren. Diese Möglichkeiten sind indes während einer Spielzeit begrenzt und können in ihrer Breite erst in Folgejahren wirken", führte Wettstein aus.

Eine Möglichkeit sei, Anteile an interessierte Investoren abzugeben.

Der HSV wird von Verbindlichkeiten in Millionenhöhe geplagt und musste zuletzt auch sportlich zahlreiche Rückschläge verkraften.

Im Moment befindet sich Hamburg als Tabellen-Vierzehnter der Liga in akuter Abstiegsgefahr.

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