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Marco Reus steht neben seinem Mercedes
Marco Reus fuhr jahrelang ohne Führerschein © Getty Images

Mindestens acht Bundesliga-Klubs kontrollieren die Führerscheine ihrer Profis.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der "Bild" nach dem öffentlich gewordenen Fall von Nationalspieler Marco Reus. Hannover 96, VfB Stuttgart, Mainz 05, Werder Bremen, Schalke 04, VfL Wolfsburg und der 1. FC Köln gaben an, sich die Führerscheine der Spieler zeigen zu lassen.

Eintracht Frankfurt hat auf den Fall Reus reagiert und nun Kontrollen eingeführt.

Der FC Bayern und der SC Freiburg machten keine Angaben. Bayer Leverkusen rät den Spielern, eine bestimmte Fahrschule zu besuchen.

Einige Vereine stehen einer Kontrolle der Spieler ausdrücklich kritisch gegenüber.

"Reus ist in meinen Augen ein absoluter Einzelfall. Wir fangen deshalb jetzt sicher nicht an, unsere Spieler zu verfolgen", sagte Mönchengladbachs Manager Max Eberl. Herthas Sprecher Peter Bohmbach erklärte: "Einen Führerschein zu haben, ist für Fußball-Profis im Gegensatz zu Kraftfahrern zum Beispiel kein berufsspezifisches Kriterium. Für diese Dinge sind die Spieler selbst verantwortlich."

Am Donnerstag war publik geworden, dass Reus noch nie eine Führerscheinprüfung gemacht hat und seit sieben Jahren ohne Fahrerlaubnis unterwegs ist.

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