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CHRISTOPH KRAMER (Borussia Mönchengladbach): Braucht gegen den VfB Stuttgart nur etwas mehr als eine Viertelstunde, um zum Retter zu werden. Als Joker gelingt ihm in letzter Sekunde der Ausgleich. Auch davor demonstriert er schon, dass er durch den WM-Titel an Selbstvertrauen gewonnen hat
Christoph Kramer wurde in Brasilien mit dem DFB-Team Weltmeister © getty

Christoph Kramer hat am Tag seiner Vertragsverlängerung bei Bayer Leverkusen (News) Selbstkritik geübt.

"Mir liegt es wirklich auf dem Herzen gerade nach den letzten Wochen ein paar Sätze loszuwerden", schrieb der Weltmeister bei Instagram: "Es wurde in 2014 viel über mich geschrieben vieles richtig, vieles falsch. Ich habe nach meiner medienwirksamen Geschichte in Rio kein Interview gescheut. Zu allem Stellung bezogen! Und im Nachhinein ein bisschen naiv und zu viel drauf losgeplaudert."

Kramer rechtfertigte seine umstrittenen Aussagen: "Für mich, bisher total unerfahren in dieser 'Szene', ist in den letzten Monaten so viel eingeprasselt."

Der 23-Jährige versicherte: "Ich wollte mich nie abgehoben oder respektlos gegenüber Menschen oder Vereinen oder sonst was äußern. Aber so wie es rüberkam habe ich selbst ein schlechtes Gewissen. Ich kann die Meldungen/Nachrichten selbst nicht mehr sehen."

Der Mittelfeldspieler, der derzeit an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen ist entschuldigte sich: "Desweiteren tut es mir leid, wenn jemand etwas falsch aufgefasst hat. Es war nie meine Absicht respektlos oder unsympathisch zu klingen aber im jugendlichen Leichtsinn lässt man sich nach so einer unfassbar rasanten Zeit, wenn man jeden Tag etwas Neues über sich liest, zu dem ein oder anderen dahingesagten nicht ernstgemeinten Spruch ohne zu überlegen hinreißen. Ich werde meine Lehren aus der Medienlandschaft und der Selbstdarstellung ziehen."

Kramer will an seinem Bild in der Öffentlichkeit arbeiten: "Ohne meine ehrliche Art zu verlieren werde ich in Zukunft überlegter agieren, weil die Darstellung immer ein bisschen anders rüberkommen kann."

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