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Thomas Tuchel hat fünf Jahre als Cheftrainer in Mainz hinter sich
Thomas Tuchel hat fünf Jahre als Cheftrainer in Mainz hinter sich © getty

München - Thomas Tuchel taucht seit Monaten nur als Schatten auf: mal in München, mal als Spekulation in Newcastle, Leipzig oder Hamburg.

Kinder im angelsächsischen Raum erfreuen sich seit den 80er-Jahren am Suchspaß "Where's Wally?". Fußballmanager im west- und mitteleuropäischen Raum dagegen spielen seit rund einem halben Jahr "Wo ist Thomas?"

Dieser Thomas ist jetzt offenbar aufgetaucht: Tuchel soll sich im Dezember in München mit Bayern-Trainer Pep Guardiola getroffen haben, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Um was genau es ging, wissen nur die beiden Fußballseelenverwandten. Asphaltiert er die Abbiegespur nach München? Oder geht er doch zur kommenden Spielzeit zu RB Leipzig? Oder schnappt ihn sich einer der havarierten Traditionsvereine der Bundesliga? Reichlich aufregend, das alles.

Seitdem er zum Ende der letzten Saison in Mainz hinwarf, verfolgt Tuchels Geist jeden Manager, der einen Trainer braucht. Schalke, Hamburg, Schweizer Nationalmannschaft: Das Phantom taucht überall auf. Und doch sieht ihn kaum jemand leibhaftig.

Tuchels Berater wiegelt ab

Jetzt berichtet der britische "Guardian", Newcastle United sei an Tuchel dran. Sein Berater Felix Ahns bügelt seit Monaten hauptsächlich Gerüchte weg, sagte in diesem Fall auf SPORT1-Nachfrage schlicht: "Kein Kommentar."

Noch hält Mainz den Deckel drauf. Bis zum Sommer bräuchte Tuchel für einen neuen Job die Erlaubnis seines Ex-Vereins. Die Absprache ist klar: Tuchel durfte nur sofort gehen, weil Mainz bis zum Ablauf seines Vertrags die Transferrechte an ihm behielt. Außerdem verkündete Tuchel damals, ein Jahr Auszeit vom Fußball zu nehmen.

Parallele zu Guardiola

Auch das eine Parallele zu Guardiola, der 2012/13 in New York sabatticalte. So langsam dürfte es aber ernst werden. Viele Vereine regeln in diesen Wochen die Trainerfrage für die kommende Saison. Schließlich machte der FC Bayern vor zwei Jahren ebenfalls im Januar den Guardiola-Deal publik.

Am häufigsten kehrt das Gerücht um ein Engagement in Leipzig wieder. Alexander Zorniger führte RB zwar aus der Regional- in die 2. Liga und spielt auch dort oben mit. Für den Gang in die Bundesliga soll sich Red Bull aber einen namhaften Trainer wünschen.

Tuchel selbst blickt vermutlich amüsiert seinem Namen hinterher, wie dieser umherjongliert wird. Zu Mainzer Zeiten spielte er genüsslich mit Erwartungen. Man kann also davon ausgehen: Tuchel tritt dann tatsächlich wieder auf, wenn keiner damit rechnet.

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