Ajax Amsterdam legt Schalkes Abwehrschwächen offen. Zwei Verletzte bedeuten neue Probleme. Der Hoffnungsträger soll kommen.

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Aus dem Trainingslager des FC Schalke berichten Christoph Lother und Christian Ortlepp

Doha - Horst Heldt dürfte sich bestätigt gefühlt haben.

Seit Tagen arbeitet der Manager des FC Schalke 04 fieberhaft an der Verpflichtung des serbischen Nationalspielers Matija Nastasic.

Beim 0:2 der Königsblauen im ersten Testspiel des Jahres am Samstagabend gegen Ajax Amsterdam wurde offensichtlich, warum.

Bei beiden Gegentreffern sah die Defensive des Bundesliga-Fünften alles andere als gut aus, Verteidiger Nastasic soll ihr - sofern der Transfer denn zustande kommt - neuen Halt geben.

Nastasic-Transfer steht bevor

"Es sieht recht positiv aus. Wir sind optimistisch, dass wir den Spieler ausgeliehen bekommen", hatte Heldt vor der Partie gegen Ajax am SPORT1-Mikrofon den Stand der Verhandlungen mit Manchester City, wo Nastasic noch einen Vertrag bis 2017 besitzt, kommentiert.

Nach dem Spiel sagte der 45-Jährige dann: "Wir stehen kurz vor der Einigung. Am Sonntag gibt es eine Entscheidung."

Angestrebt wird eine Ausleihe mit anschließender Kaufoption. Der Marktwert des 21-Jährigen wird auf fast 20 Millionen Euro geschätzt.

Fuchs muss pausieren

Ansonsten bleiben die Schalker hinsichtlich ihres Personals weiter vom Pech verfolgt.

Talent Maurice Multhaup erlitt beim Test gegen den niederländischen Rekordmeister eine Einblutung im Oberschenkel und reiste noch am Sonntag aus dem Trainingslager in Doha/Katar ab.

Der Österreicher Christian Fuchs hatte den Finger eines Gegenspielers ins linke Auge bekommen, musste ausgewechselt und in einer Augenklinik behandelt werden.

Die Sehkraft des 28-Jährigen sei beeinträchtigt. Er habe sich eine Schürfung der Hornhaut und eine Augenhöhlenprellung zugezogen, teilte die Schalker Presseabteilung mit. In den kommenden zwei bis Tagen werde er mit dem Training aussetzen.

Kirchhoff trifft in Katar ein

Immerhin kehrte am Sonntag Jan Kirchhoff nach Doha zurück.

Die Leihgabe vom FC Bayern scheint die Zerrung im rechten hinteren Kreuzband auskuriert zu haben und stand am Vormittag erstmals in diesem Trainingslager mit den Kollegen auf dem Rasen.

Giefer bei Niederlage schuldlos

Ein kleines Comeback hatte tags zuvor auch Torhüter Fabian Giefer gefeiert.

Der 24-Jährige ersetzte gegen den einstigen Champions-League-Sieger aus Amsterdam den am Knie verletzten und bereits aus Katar abgereisten Ralf Fährmann - und bestritt sein erstes Spiel seit rund sechs Monaten.

Zwar wurde der ehemalige Düsseldorfer von der Amsterdamer Offensive kaum geprüft. Wenn doch, war er aber meist zur Stelle.

Bei den beiden Gegentoren, denen ein missglückter Klärungsversuch und ein haarsträubender Ballverlust seiner Vorderleute in der eigenen Hälfte vorausgegangen waren, konnte Giefer nichts mehr ausrichten.

Fährmann-Vertreter zuversichtlich

"Es ist nicht so, dass ich das Torwartspiel verlernt hätte. Aber natürlich ist es schön, wenn man statt nur im Training auch mal wieder im Spiel auf dem Platz steht", sagte Giefer anschließend zu SPORT1 und fügte hinzu: "Wir haben jetzt noch drei Wochen Zeit, um auf ein richtig gutes Level zu kommen. Und das werden wir dann auch alle haben."

Wäre ratsam, denn dann beginnt für die Schalker mit einem Heimspiel gegen Hannover 96 die Rückrunde - und die Jagd auf die Champions-League-Plätze.

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