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Kevin Kampl wechselte in der Winterpause von RB Salzburg zu Borussia Dortmund
Kevin Kampl wechselte Anfang des Jahres von RB Salzburg nach Dortmund © imago

La Manga - Bei seiner offiziellen Präsentation von Borussia Dortmund zeigt sich Kevin Kampl äußerst selbstbewusst und ehrgeizig.

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Aus dem Dortmunder Trainingslager in La Manga berichtet Thorsten Langenbahn

Für Kevin Kampl geht in diesen Tagen ein Kindheitstraum in Erfüllung. Im Südosten Spaniens bereitet sich der Zugang von Red Bull Salzburg mit Borussia Dortmund auf die Rückrunde vor.

Im Hotel Principe Felipe teilt sich der 24-Jährige ein Zimmer mit Nationalspieler Erik Durm. "Er ist ein sehr angenehmer Typ, es macht Spaß mit ihm", erzählt Kampl. Bei seiner offiziellen Präsentation zeigte sich der slowenische Nationalspieler selbstbewusst, ehrgeizig und sympathisch.

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Kevin Kampl über...

das Besondere an seinen Wechsel:

"Für mich wird ein Kindheitstraum wahr. Nach Österreich wieder den Sprung nach Deutschland zu schaffen und dann zu dem Verein, von dem ich als Kind ein großer Anhänger wahr, das ist für mich alles wie ein Traum im Moment. Ich freue mich einfach und möchte hier Gas geben, so wie ich das immer mache."

die Erwartungshaltung:

"Ich kann damit ganz gut umgehen, dass die Erwartung groß ist. Für mich ist das Wichtigste, dass ich mich gut eingewöhne und gut aufgenommen werde, dann ist es für einen Fußballer immer leichter, seine Stärken auf den Platz zu bringen. Die ersten Tage waren super, die Jungs sind alle extrem nett zu mir und kommen auf mich zu."

den Unterschied zur österreichischen Liga:

"Die deutsche Bundesliga ist in allen Belangen nochmal viel intensiver, vom Läuferischen, vom Zweikampfverhalten, vom schnellen Spiel. Ich glaube, mit 24 Jahren bin ich genau in dem Alter für den nächsten Sprung. Ich hatte zweieinhalb super Jahre in Salzburg und habe mich super weiterentwickelt, menschlich und spielerisch. Ich bin bereit, diesen Schritt zu gehen und freue mich drauf."

seine Rolle auf dem Platz:

"Ich glaube, dass Dortmund von seinen Grundlagen und von seinem Spiel her gut zu mir passt. Gegenpressing nach Ballverlust, schnelle Balleroberung vor dem gegnerischen Tor, schnell den Abschluss und die Lücke suchen ? das passt einfach zu mir. Ich glaube, ich bin mit meiner Entwicklung noch nicht am Ende und kann mich in allen Belangen noch weiterentwickeln. Ich möchte an meine Grenzen gelangen und glaube, dass kann ich hier bei diesem Verein."

die Situation des BVB:

"Es muss jedem die Situation bewusst sein, jeder weiß worum es für den Verein geht. Wir können uns nur gemeinsam da rausziehen. Für mich ist das eine positive Drucksituation. Ich traue mir das absolut zu. Das kann mal passieren, in so eine Situation zu kommen. Wir werden das in der Winterpause gut aufarbeiten, dann wird das in der Rückrunde auch anders aussehen."

die ähnliche Spielweise wie Marco Reus:

 "Wenn man mit so Stars zusammenspielt, ist das erstmal etwas Neues, aber auch extrem Schönes. Ich freue mich auf die Zeit mit diesen Superspielern. Da kann ich mir noch einiges abgucken. Marco ist ein Spieler, der für dieses Gegenpressing, dieses schnelle Spiel, diese kurzen schnellen Bewegungen und dieses Lücken suchen super geeignet ist. Ich hoffe, dass wir uns da super ergänzen werden."

die Option als Zehner:

"In der Nationalmannschaft spiele ich immer auf der Zehn hinter der Spitze. In Salzburg war ich kein klassischer Flügelspieler, der immer hoch und runter marschiert, sondern eher ein halbrechter Zehner. Allgemein kann ich im Mittelfeld jede Position spielen. Ich habe schon links gespielt, rechts, auch schon einige Jahre auf der Acht als offensiver Sechser. Wo ich am Ende aufgestellt werde, ist egal, ich versuche immer mein Bestes zu geben."

die Fahrdienste seiner Familie:

"Meine Familie hat mich immer extrem gefördert. Meine älteren Brüder haben, als ich in der Jugend bei Leverkusen meine Chance bekommen habe, mich jeden Tag nach ihrer Arbeit zum Training gefahren, egal was für Schichten sie hatten. Meine Mama hat mit 50 extra noch den Führerschein gemacht, weil meine Brüder mich nicht mehr fahren konnten. Dann hat sie den Part übernommen. Ohne meine Familie hätte ich es nie auf diesen Sessel geschafft, dafür danke ich ihnen extrem."

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