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Borussia Dortmund La Manga
Borussia Dortmund hat sich in La Manga auf die Rückrunde vorbereitet © Getty Images

Dortmund - Zwölf Tage sind es für Borussia Dortmund noch bis zum Rückrundenstart. Doch wie fit ist der Tabellen-17. schon für seine Mission Klassenerhalt? SPORT1 zieht eine erste Bilanz des Trainingslagers in La Manga.

Von Thorsten Langenbahn

La Manga soll der Wendepunkt sein, das zumindest ist der Plan bei Borussia Dortmund.Eine Menge Fleißarbeit hat der BVB dafür geleistet im neuntägigen Trainingslager in Südostspanien. Und er fühlt sich bereit für die schwierige zweite Halbserie – und die Mission „Weg von Platz 17“."Wir konnten in der Gruppe erstmals in dieser Saison richtig zusammenarbeiten", konstatierte Trainer Jürgen Klopp im Vereinssender "BVB total!".Die Basis ist gelegt für seinen laufintensiven Vollgasfußball, bei dem körperliche Fitness und Kondition Hauptvoraussetzungen sind."Bis hierher konnten wir viele gute Momente mitnehmen“, fand Klopp.

Schlüsselspieler melden sich zurück

"Wir konnten in der Gruppe erstmals in dieser Saison richtig zusammenarbeiten", konstatierte Klopp. "Bis hierher konnten wir viele gute Momente mitnehmen."

Das gilt unter anderem für Schlüsselspieler wie Ilkay Gündogan, Mats Hummels, Jakub Blaszczykowski oder nicht zuletzt Marco Reus. 

Viel Taktik in intensiven Spielformen stand bei frühlingshaften Temperaturen für sie auf dem Programm: Gegenpressing, Balleroberung und schnelles Umschalten in engen Räumen.

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Kehl und Bender vergrößern Klopps Sorgen

Die ersten positiven Ergebnisse der intensiven Arbeit waren bei den 1:0-Siegen gegen den FC Sion und Steaua Bukarest erkennbar, bei dem die Langzeitverletzten Marco Reus und Sokratis ein überzeugendes Comeback gaben.

Auch andere Rekonvaleszenten sind auf einem guten Weg. Adrian Ramos soll am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, Henrik Mkhitaryan am Ende der Woche.

Dafür mussten die Borussen erneutes Verletzungspech verkraften: Sven Bender (Innenmeniskus-OP), Erik Durm (Faserriss im Adduktorenbereich) sowie nun auch Sebastian Kehl (Schulterverletzung, genaue Diagnose steht noch aus) und Kevin Großkreutz (Anriss des Innenbandes im linken Sprunggelenk) vergrößerten das BVB-Lazarett wieder.

Neuzugang Kampl überzeugt

Vor allem der Ausfall der beiden kampfstarken Sechser Kehl und Bender zwingt den Trainer erneut zum Umdenken. Rückschläge, mit denen Klopp zu leben gelernt hat. Die Aufbruchstimmung lässt sich der 47-Jährige davon nicht vermiesen.

"Ich habe auf dem Platz nur positive Rückmeldungen für Auge und Hirn", sagte er am Freitag über die Trainingseindrücke. "Im Moment sind alle voll in der Spur - maximal."

Ein Lichtblick ist auch Neuzugang Kevin Kampl, der mit seiner agilen Spielweise für frische Impulse sorgt. "Super, einfach super", lobt Klopp den Mittelfeldmann. "Er hat die Spielweise, die wir wollen, nämlich direkt nachgehen und die Situation nutzen, schon vorher komplett verinnerlicht."

Paintball als Teambuilding-Maßnahme

Auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt an einen Aufschwung im neuen Jahr. "Das ist eine ganze andere Geschichte als im Sommer. Weil die Zeit da ist, weil die Leute da sind. Die Mannschaft macht einen guten Eindruck und wirkt sehr fokussiert", sagte der BVB-Boss im Trainingslager.

Nicht nur fit in den Beinen, auch fit im Kopf sollen die Dortmunder Spieler wieder werden, um die ungewohnte Situation, in der der Vizemeister gerade steckt, zu bewältigen. "Am Ende müssen wir uns auch auf den Stress vorbereiten, der da kommt", sagt Klopp.

Paintball als Teambuilding-Maßnahme war in dieser Hinsicht nur ein Programmpunkt in Spanien. Viele Einzelgespräche führte Klopp im Mannschaftshotel Principe Felipe und auf dem Trainingsplatz.

"Der Druck wird noch größer werden"

In den verbleibenden zwölf Tagen bis zum Rückrundenstart bei Bayer Leverkusen wird er das zuhause in Dortmund fortsetzen und am Feinschliff arbeiten.

Zwei Einheiten täglich stehen ab sofort wieder an. Am morgigen Mittwoch geht es zum dritten Test beim FC Utrecht, am Samstag dann zur Generalprobe bei Fortuna Düsseldorf.

Eine Woche später muss die Fitness dann auch umgesetzt werden. 

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