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Borussia Dortmund-Jürgen Klopp
Jürgen Klopp im Gespräch mit Ilkay Gündogan © Getty Images

La Manga und München - Die Verletzung von Kehl bereitet Borussia Dortmund neue Sorgen. Hoffnung macht Reus – vielleicht sogar über die Saison hinaus.

Neue Zuversicht, alte Sorgen: Der Schock der jüngsten Verletzungen von Routinier Sebastian Kehl und Weltmeister Kevin Großkreutz saß noch tief, als Jürgen Klopp zum Abschluss der Vorbereitung von Borussia Dortmund in La Manga nicht nur wegen der beiden Testspielsiege von positiven Erkenntnissen berichtete.

"Wir haben gut trainiert, an vielen Abläufen gearbeitet, jetzt werden wir noch daran feilen und dann geht's los. Wir haben noch zwei Wochen Zeit", sagte der Trainer mit Blick auf den Rückrunden-Start des Tabellen-17. am 31. Januar bei Bayer Leverkusen.

Großkreutz: Weniger dramatisch

Dort wird Kehl höchstwahrscheinlich fehlen. Der 34-Jährige erlitt beim 1:0 im Testspiel gegen Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest eine schmerzhafte Schulterverletzung.

Für den ehemaligen BVB-Kapitän beginnt die Abschiedstour nach 17 Profi-Jahren vermutlich als Zuschauer auf der Tribüne.

Als weniger dramatisch bezeichnete Klopp die Blessur von Großkreutz am Sprunggelenk.

Mentales Training gegen Abstieg

Im Blickpunkt der Arbeit in Südspanien stand auch mentales Training.

"Der Druck wird in den nächsten Spielen noch größer werden. Wir werden darauf vorbereitet sein", sagte Klopp.

Nach den ersten sieben Tagen der Rückrunde mit den Begegnungen in Leverkusen, gegen den FC Augsburg und beim SC Freiburg wird sich zeigen, wohin die Reise für den abstiegsbedrohten Vize-Meister geht.

Lob für Marco Reus

Einer der Hoffnungsträger feierte gegen Bukarest ein gelungenes 45-minütiges Comeback.

Marco Reus setzte zwei Monate nach seinem Bänderriss einige Impulse im Spiel, in dem sich die Borussen erneut viele Chancen erspielten, aber nur eine durch Jakub Blaszczykowski in der 84. Minute nutzten.

"Wir versuchen, Marcos Belastung zu dosieren. Aber das war schon richtig gut", urteilte Klopp.

Hoffnung auf Verbleib

Derweil verbreitete Sportdirektor Michael Zorc Hoffnung auf einen Verbleib des umworbenen Nationalspielers.

"Wir sind mit Marco ständig im Gespräch. Das ist ein toller Junge mit hoher BVB-Identifikation, mit dem wir gerne weiter arbeiten möchten. Eine Entscheidung darüber, ob er bleibt, wird sich nicht bis zum Sommer hinziehen", ergänzte der 52-Jährige in den Ruhr Nachrichten.

Ähnlich ist die Einschätzung im Fall Ilkay Gündogan.

Kampl überzeugt

Mitten in der Krise fand Kevin Kampl den Weg von RB Salzburg für eine Ablösesumme von 12 Millionen Euro zu den Westfalen.

Kevin Kampl im Test von Borussia Dortmund gegen den FC Sion
Kevin Kampl im Test gegen den FC Sion © Getty Images

"Jeder konnte sich hier in La Manga davon überzeugen, dass er ein klasse Fußballer ist. Wir sind glücklich, dass er bei uns ist. Das wird sehr gut funktionieren", betonte Klopp.

Der 24-jährige Kampl könnte eine Option für die rechte Mittelfeldseite sein, zumal Pierre-Emerick Aubameyang vorerst noch beim Afrika-Cup weilt.

Angst um Klopp

Dort berichtete der Gabuner der französischen Sportzeitung "L'Equipe" von der Angst der Mannschaft, dass Coach Klopp wegen der Krise gefeuert werden könnte: "Ja, diese Frage haben wir uns gestellt. Aber es hätte nichts geändert."

Gleichzeitig versprach er den BVB-Fans in dem Interview: "Wir werden alle zusammen aus der Situation herauskommen."

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