Der Bestechungsfall Robert Hoyzer hat die Schiedsrichter schockiert. Herbert Fandel spricht bei SPORT1 über die Lehren aus dem Skandal.

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Die Schiedsrichter aus der Bundesliga sind auch zehn Jahre nach dem Bestechungsskandal um den ehemaligen Referee Robert Hoyzer fassungslos.

"Man konnte es gar nicht glauben, weil er einer von uns war. Wir hätten nie vermutet, dass einer aus unserer Mitte solche kriminellen Eigenschaften hat", sagte der Unparteiische Torsten Kinhöfer im Gespräch mit SPORT1.

Knut Kircher sah durch den Skandal die Unbestechlichkeit als moralischen Grundwert der Schiedsrichterei verletzt.

"Für mich war das damals unfassbar", sagte der 45-Jährige.

Für Herbert Fandel war nach dem Hoyzer-Skandal ein Umdenken notwendig. "Es ist möglich, und wir müssen gemeinsam versuchen, es zu verhindern. Dass man alles verhindern kann, wird uns nicht gelingen, aber entsprechende Vorkehrungen sind bereits getroffen", sagte der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission.

So haben sich die Schiedsrichter zu einem Kodex verpflichtet, der auf Unparteilichkeit und Uneinbeeinflussbarkeit in die Spielleitung ausgerichtet ist. Zudem wurden Prüfungsmechanismen eingeführt, die eine Auskunft über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schiedsrichter geben.

Schiedsrichter Hoyzer hatte im Januar 2005 zugegeben, vor von ihm geleiteten Fußballspielen bestochen worden zu sein. Dafür sperrte ihn der DFB lebenslang.

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