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Trainer Christoph Daum hat mit Blick auf das Transfergebaren europäischer Topklubs von "Teenagerhandel" gesprochen.

Daum sagte im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1: "Dieser - ich nenne ihn jetzt mittlerweile - Teenagerhandel ist ein Business, was sich aufgrund des European Financial Fairplay ergeben hat."

Daum begründete dies mit dem Financial Fairplay der UEFA: "Die Vereine müssen immer wieder rechtzeitig Kapital bilden mit Spielern, die sie früh holen und später mit anderen Transfers verrechnen können, um nicht unter das Financial Fair Play zu fallen und bestraft zu werden."

In Deutschland verpflichtete der FC Bayern zuletzt die Nachwuchstalente Sinan Kurt (18) und Joshua Kimmich (19) für mehrere Millionen Euro Ablöse.

Der Rekordmeister will seine Jugendabteilung neu aufstellen - auch mit der Hilfe von Uli Hoeneß.

Daum geht davon aus, dass der ehemalige Bayern-Präsident dort viel bewegen wird.

"Ich glaube, dass Uli Hoeneß auch in diesem Bereich ein absoluter Fachmann ist, der auch vieles zur Infrastruktur der neuen Jugendanlage sagen kann", sagte er.

Im März wurde der ehemalige Bayern-Präsident wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, seit Januar arbeitet er als Freigänger in der Jugendabteilung des Rekordmeisters. Dort soll er an der Planung des neuen Jugendzentrums beteiligt sein.

Daum ist sich sicher: "Ich glaube, in diesem ganzen wirtschaftlichen Aufbau des Talenthandels, da wird er wieder Vorreiter sein."

In der Kokain-Affäre um Daum war Hoeneß im Jahr 2000 einer der schärfsten Kritiker des Trainers gewesen.

Mittlerweile hat sich die Beziehung der beiden normalisiert.

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