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Uli Hoeneß verbüßt derzeit eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung
Uli Hoeneß wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt © getty

Sieben Monate nach dem Beginn seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ist Uli Hoeneß seit Freitag Freigänger.

Dies bestätigte eine Sprecherin des Bayerischen Justizministeriums bei SPORT1.

Weitere Angaben werde das Ministerium aufgrund der Persönlichkeitsrechte des Betroffenen nicht machen, betonte sie.

Der ehemalige Manager und Präsident des FC Bayern München hatte bereits den Silvesterabend und den Neujahrstag in Freiheit verbringen dürfen, wie über die Weihnachtsfeiertage war ihm Hafturlaub gewährt worden.

Als Freigänger wird Hoeneß, der am Montag 63 Jahre alt wird, von der Justizvollzugsanstalt Landsberg in die Justizvollzugsanstalt Rothenfeld verlegt.

Rothenfeld ist ein Ortsteil von Andechs, das rund 35 Kilometer südwestlich von München nahe des Ammersees liegt. Freigang bedeutet, dass Hoeneß tagsüber einer Arbeit nachgehen und nur über Nacht wieder in die JVA zurückkehren muss.

Die jeweiligen Zeiten richten sich nach dem jeweiligen sogenannten Außenbeschäftigungsverhältnis des Betroffenen. Um am Wochenende die JVA verlassen zu können, müsste Hoeneß Hafturlaub beantragen.

Hoeneß wird damit nun auch seine Arbeit beim FC Bayern aufnehmen. Auf eigenen Wunsch wird er voraussichtlich schon ab der kommenden Woche in der Jugendabteilung der Münchner arbeiten.

Die Festanstellung war und ist zugleich eine Voraussetzung für den Freigang.

Wegen der Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro an Steuern war Hoeneß am 13. März zu drei Jahren und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Am 2. Juni hatte er die Haftstrafe angetreten.

Sollte sie zumindest teilweise zur Bewährung ausgesetzt werden, könnte Hoeneß damit rechnen, im Frühjahr 2016 endgültig auf freien Fuß zu kommen. 

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