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Unter Gerd Niebaum gewann der BVB 1997 die Champions League
Unter Gerd Niebaum gewann der BVB 1997 die Champions League © imago

Gerd Niebaum, langjähriger Präsident des deutschen Vizemeisters Borussia Dortmund, steht seit Freitag vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 66-Jährigen Untreue, Kreditbetrug und Unterschriftenfälschung vor. Die Anklage wurde bereits im April 2011 erhoben, nunmehr begann der Prozess vor dem Landgericht Dortmund.

Niebaum, der studierte Jurist und ehemalige Rechtsanwalt, stand 18 Jahre (1986 bis 2004) an der Spitze des Vereins, 15 Jahre stand ihm Michael Meier als Manager zur Seite.

Unter Niebaums Führung wurde die Borussia einmal Pokalsieger (1989), dreimal deutscher Meister (1995, 1996 und 2002), Champions-League-Sieger (1997) und Weltpokalsieger (1997).

Die Erfolge und Ambitionen des Präsidenten hatten jedoch einen hohen Preis. Unter Niebaum häufte der BVB Schulden in Höhe von 120 Millionen Euro Schulden an.

Im Jahr 2000 ging der Verein an die Börse und erlöste 143 Millionen Euro, wovon rund die Hälfte zur Tilgung von Schulden verwendet wurde.

Nur knapp entging der Traditionsklub im März 2005 schließlich der Insolvenz, Niebaum erklärte seinen Rücktritt.

Mit dem Abschied von der sportlichen Bühne häuften sich die persönlichen Probleme. Niebaum gab hochverschuldet sein Notariat zurück und verlor 2011 die Zulassung als Anwalt.

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