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Ein Foto zeigt den verstorbenen Junior Malanda vom VfL Wolfsburg
Junior Malanda wechselte erst im Sommer 2014 nach Wolfsburg © getty

Nach dem Unfalltod von Junior Malanda hat dessen Berater Kritik am Umgang der Vereine mit ihren jungen Profis geübt.

"Das Problem liegt vor allem bei den Vereinen. Sie schauen weg oder wagen es nicht, streng zu sein - aus Angst, dass sie ihr Toptalent wieder verlieren", sagte Peter Smeets der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws".

Unter schlechtem Einfluss

Er forderte die Profiklubs auf, Verfehlungen ihrer Akteure konsequenter und härter zu sanktionieren: "Sie könnten einen Fußballer zum Beispiel für ein Spiel auf die Tribüne setzen. Das ist die ultimative Strafe für sie."

Solche Sanktionen würden die Entwicklung der Spieler fördern, meinte der Manager.

Bei Malanda sei außerdem das Problem gewesen, dass der 20-Jährige unter schlechtem Einfluss gestanden habe. "Er war das Opfer seiner falschen Freunde", so Smeets.

Malanda war am Samstag auf dem Weg zum Treffpunkt des VfL Wolfsburg am Flughafen in Braunschweig gewesen, von wo die Mannschaft ins Trainingslager nach Südafrika fliegen wollte.

Anreise verschoben

Auf dem Weg dorthin kam das Auto auf regennasser Fahrbahn wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Strecke ab. Malanda, der nicht angeschnallt auf dem Rücksitz saß, überlebte den Unfall nicht.

Die Wolfsburger hatten nach Bekanntwerden dieser Nachricht zunächst den Flug nach Südafrika storniert, ehe sie am Sonntag dann doch ins Trainingslager flogen.

Am heutigen Mittwoch um 18 Uhr bestreiten die "Wölfe" in Kapstadt ihren ersten Test gegen Ajax Cape Town.

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