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Hans-Joachim Watzke ist seit 2005 Geschäftsführer von Borussia Dortmund
Hans-Joachim Watzke gewann mit dem BVB zwei Meistertitel © getty

La Manga - Der BVB-Boss schließt nach der Verpflichtung von Kampl weitere Transfers nicht aus. Er äußert sich auch zu Gerüchten um Gündogan.

Vom BVB berichtet Thorsten Langenbahn

Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung hat weitere Transfers in der Winterpause nicht ausgeschlossen.

"Es ist wenig wahrscheinlich, aber auch nicht komplett unmöglich", sagte Hans-Joachim Watzke im Trainingslager des Bundesliga-17. in La Manga.

Kampl überzeugt Watzke

Vom bislang einzigen Wintertransfer Kevin Kampl zeigt sich Watzke überzeugt. "Er hat gestern so gespielt, wie wir uns das gedacht haben und so, wie er auch bei Salzburg gespielt hat", sagte Watzke über den Zwölf-Millionen-Mann von Red Bull Salzburg.

Ein kürzlich kolportiertes Ultimatum für eine Vertragsverlängerung von Ilkay Gündogan hat es nach Aussage des BVB-Boss' nicht gegeben. "Erstens setzen wir eigentlich seltenst ein Ultimatum und zweitens, wenn wir eins gesetzt hätten, hätten sie es nicht erfahren."

Grundsätzlich seien Vertragsgespräche "immer einfacher, wenn du erfolgreich bist". Die Krise sieht der 55-Jährige aber auch als Chance.

"Der Spieler, der sich dann zu dir bekennt, so wie Kevin Kampl jetzt, vielleicht hat der in so einer Phase eine Mentalität, die du gut gebrauchen kannst."

Zu einem möglichen Verbleib von Marco Reus bei Borussia Dortmund über die Saison hinaus, erklärte er: "Ich kann auch Marco verstehen, dass er erstmal wieder spielen und dann gucken will, in welche Richtung geht die Reise. Dann wird er irgendwann eine Entscheidung treffen."

Diese werde zeitnah kommen, aber er wisse nicht ob in vier oder acht Wochen, so Watzke.

Watzke hofft auf Reus

"Ich habe ein berechtigte Hoffnung, dass er langfristig beim BVB bleibt. Sollte es anders kommen, müssen wir das auch akzeptieren."

Reus besitzt beim BVB noch einen Vertrag bis 2017, verfügt aber über eine Ausstiegsklausel, die zwischen 25 und 35 Millionen Euro liegen soll.

Trainer Jürgen Klopp stärkte Watzke erneut den Rücken. "Ich bin nach wie vor hundertprozentig davon überzeugt, dass er der Richtige für Borussia Dortmund ist", sagte er.

Von Aktionismus angesichts der enttäuschenden Hinrunde hält Dortmunds Geschäftsführer nichts.

"Wenn du alle Steine umgedreht hast und fünf Köpfe rollen sehen möchtest, und das dann der Beweis sein soll, dass du akribisch analysiert hast ? da gibt es schon ein paar mehr Möglichkeiten", stellte Watzke fest.

Einen Appell an die Mannschaft mit Blick auf den Rückrundenstart und die brisante Situation schloss er derzeit aus. "Das darf sich nicht abnutzen."

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