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Thomas Berthold prophezeit den Bremern eine schwere Rückrunde
Thomas Berthold prophezeit den Bremern eine schwere Rückrunde © Getty / SPORT1

München - Wer steigt ab? Wohin geht der Weg von Dortmund? Räumen die Bayern alle Titel ab? SPORT1-Experte Thomas Berthold beantwortet die sieben wichtigsten Fragen zur Rückrunde.

Endlich wieder Bundesliga! Die Rückrunde kann kommen.

Nach der Winterpause sind viele Fragen für die ausbleibenden 17 Spieltage offen.

SPORT1-Experte Thomas Berthold macht sich Sorgen um Werder Bremen und hat die Befürchtung, dass es die Traditionsmannschaft aus dem Norden im Abstiegskampf erwischen könnte.

Aber auch andere Entwicklungen gilt es gespannt zu verfolgen: Wohin geht der Weg für Borussia Dortmund? Räumen die übermächtigen Bayern alle Titel ab? Wen erwischt es im Abstiegskampf?

Berthold beantwortet für SPORT1 die wichtigsten Fragen zum Rückrundenstart:

Gewinnt der FC Bayern das Triple?

Die Meisterschaft haben sie bereits so gut wie gewonnen und auch im DFB-Pokal sind sie Favorit. In der Champions League spielt auch das nötige Glück eine Rolle.

Ins Halbfinale sollten sie es auf jeden Fall schaffen, danach ist alles möglich. Chancen auf den Titel haben die Bayern, aber wenn es gegen Real Madrid oder den FC Barcelona geht, dann wird es schwierig.

Bekommt der BVB rechtzeitig die Kurve?

Das ist für mich die spannendste Frage der ganzen Saison. Einfach wird es nicht, zumal es ja gleich wieder zu Bayer Leverkusen geht. Das ist natürlich ein schweres Spiel.

Bei Dortmund liegt der Absturz für mich auch an mentalen Problemen. Da muss der Trainer mit seinem Team gegenarbeiten. Ich bin gespannt, welche Impulse Jürgen Klopp setzen kann.

Welcher Traditionsklub ist am stärksten abstiegsgefährdet?

Ich sehe Werder Bremen in akuter Gefahr. Die haben vorne einfach nicht die Durchschlagskraft und kassieren viel zu viele Gegentore.

Jetzt haben die mit Koen Casteels zwar einen guten Torwart geholt, doch auf dieser Position habe ich gar nicht das große Problem gesehen.

Das Abwehrverhalten war für mich nicht bundesligareif. Für die Innenverteidigung haben sie jetzt mit Jannik Vestergaard einen neuen Mann geholt. Doch der saß in Hoffenheim nur auf der Bank und muss somit ohne große Spielpraxis im Abstiegskampf bestehen.

Findet Bastian Schweinsteiger wieder zu alter Form?

Das glaube ich schon. Der ist erfahren genug und ist ja schon oft nach langen Pausen eindrucksvoll zurückgekehrt.

Das Gute ist: Die Bayern haben keinen Druck und können ihn behutsam wieder einbauen. In der Bundesliga muss Schweinsteiger ja nicht jedes Spiel machen, da ist eh schon alles entschieden.

Wichtig wird es erst im April, wenn die heiße Phase in der Champions League beginnt. In diesen Spielen ist Schweinsteiger mit seiner Erfahrung ein wichtiger Faktor.

Schüttelt Marco Reus den Trubel um seine Person ab?

Das bekommt er hin. Für Reus ist es jetzt wichtig, sich wieder auf dem Platz beweisen zu können.

Ich hoffe, dass er künftig wieder mit Fußball in Verbindung gebracht wird und nicht mit dem anderen Käse. Läuft es für ihn in Dortmund, dann gerät seine Führerscheingeschichte ganz schnell in Vergessenheit.

Und die Vertragssituation wird ihn nicht beschäftigen. Wer eine Klausel hat, weiß ja, was los ist.

Nutzt Kevin-Prince Boateng seine Bewährungschance?

Wenn er voll belastbar ist, wird er Schalke auf jeden Fall weiterhelfen. Allerdings auch nur dann.

Die Knieprobleme ziehen sich schließlich wie ein roter Faden durch seine Karriere. Ein topfitter Boateng ist für Schalke aber sehr wertvoll.

Der Junge hat ein Riesenpotenzial, das hat er beim AC Mailand immer unter Beweis gestellt. So ein Spielertyp hat Schalke sonst auch nicht. Deshalb muss Roberto Di Matteo hoffen, dass bei Boateng nichts passiert.

Welcher Trainer muss am meisten um seinen Job zittern?

Ich will mich da gar nicht auf einen Namen festlegen. Allerdings werden die Teams aus dem Keller nach sechs oder sieben Spieltage noch einmal Bilanz ziehen.

Wer dann noch richtig unten drin ist, wird über eine Entlassung nachdenken. Auch Mannschaften, die schon mal den Trainer gewechselt haben, könnten noch ein zweites Mal reagieren.

Wie schnell das geht, hat man in der Vorsaison in Stuttgart, Hamburg und Nürnberg gesehen.

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