München und Doha - Eine Aussage von Thomas Müller im Trainingslager der Bayern gerät zu einer weiteren schallenden Ohrfeige für die Konkurrenz.

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Im Training fühlen sich die Stars des FC Bayern teilweise härter gefordert als in den Spielen der Bundesliga.

"Wir haben auch ein sehr hohes Niveau im Training. Die verteidigende Mannschaft ist ein Teil des FC Bayern, und es ist oft schwieriger, gegen unsere Trainingsmannschaft zu gewinnen als vielleicht gegen eine Mannschaft in der Bundesliga", sagte Thomas Müller im Trainingslager seines Klubs in Katar.

Das taktische Niveau sei völlig gleich, jeder habe das gleiche Verständnis, merkte der Nationalspieler als Begründung für seine Einschätzung an.

Überangebot an Stars

Angesichts des Überangebots an Stars und der überlegenen Tabellenführung der Bayern in der Liga ist diese Aussage von Müller durchaus folgerichtig.

Thomas Müller, Manuel Neuer und Arjen Robben im Trainingsspiel in Doha
Thomas Müller, Manuel Neuer und Arjen Robben (v.l.) im Trainingsspiel in Doha © Getty Images

Schließlich trifft der Weltmeister im Training jeden Tag auf Abwehrspieler, nach denen sich andere Klubs alle zehn Finger lecken würden. Sei es nun Jerome Boateng, Dante, Holger Badstuber oder Medhi Benatia.

Bei den Konkurrenten dürfte Müllers Spruch dennoch als Demütigung angekommen sein und das Bild von den arroganten Bayern bestärken.

Breitner sorgt für Kopfschütteln

Vor einigen Wochen hatte bereits Paul Breitner mit seinen markigen Worten im Volkswagen Doppelpass bei SPORT1 unter den Verantwortlichen anderer Bundesligisten für Kopfschütteln gesorgt.

"Der FC Bayern kann nichts für die Unfähigkeit der anderen Vereine. Wir leben nicht mehr in der Zeit der elf Freunde, der Hipp-Hipp-Hurra-Zeit. Wir sind unseren Fans, Mitgliedern und Aktionären Rechenschaft schuldig", sagte der Markenbotschafter des FCB.

"Das ist von oben herab. Solche Äußerungen haben da nichts zu suchen. Jeder macht seinen Job so gut er kann", konterte Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl der "Bild".

Und Werder Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin kritisierte den Weltmeister von 1974: "Die Bayern nutzen ihre beeindruckende Position, die sie sich hart erarbeitet haben, brutal und konsequent aus. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen unfähig sind. Die Äußerung ist despektierlich!"

Erst im Frühjahr wird es ernst

Während Werder in der Rückrunde von Beginn an gegen den drohenden Abstieg spielt, werden die Bayern wohl erst im Frühjahr wieder gefordert - von den ausländischen Topkubs.

"Es sieht in allen Wettbewerben gut aus, aber erst im März, April wird es hochinteressant in den K.o.-Spielen, wenn es ans Eingemachte geht", erklärte Müller. "Einen Champions-League-Titel kriegt man nicht nachgeschmissen."

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