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Pep Guardiola beobachtet seine Spieler beim Trainingslager des FC Bayern München in Doha (Katar)
Pep Guardiola trainiert den FC Bayern München seit dem 1.7.2013 © Getty Images

Thomas Strunz traut dem FC Bayern München in der Rückrunde alles zu. Probleme durch die starke interne Konkurrenz sieht er nicht - dank der Persönlichkeit von Trainer Pep Guardiola.

Hallo Fußball-Freunde,

die Rückrunde der Bundesliga steht vor der Tür. National führt am FC Bayern München kein Weg vorbei.

Die Kolumne von SPORT1-Experte Thomas Strunz
Thomas Strunz wurde 1996 Europameister © SPORT1

Der Kaderdruck beim Rekordmeister ist schon enorm hoch.

Keiner kann sich Schwächephasen leisten.

Wenn ich bei den Bayern nicht 100 Prozent gebe, bin ich auf der Bank. Alle haben das Ziel, nochmal das Triple zu holen!

Letztes Jahr gegen Real Madrid in der Champions League in der Höhe zu verlieren war schon überraschend, aber man kann gegen diesen Gegner verlieren.

Deswegen hatte es letztes Jahr nichts mit einem Spannungsabfall zu tun.

Durch die unglaubliche Autorität eines Pep Guardiola kann es gar nicht zu Spannungen kommen. Es ist für mich völlig unvorstellbar, das Dinge passieren, die den Erfolg der Mannschaft gefährden.

Auch auf der Sechs sehe ich keine Probleme. Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso haben am Ende der Hinrunde schon zusammengespielt. Jeder profitiert von dem anderen. Beide wollen Erfolg haben. Ich sehe überhaupt keine Ansatzpunkte für Reibungen. De facto spielen die Bayern ja auch systemfrei. Es geht also nicht darum, wer auf der Sechs oder der Acht spielt.

Zur neuen Saison kommt auf dieser Position noch Joshua Kimmich von RB Leipzig dazu. Das ist vielleicht der erste Transfer von Uli Hoeneß, der nach seiner Rückkehr zum FC Bayern München in der Jugendarbeit tätig ist.

Klar wird er auch mit Karl-Heinz Rummenigge, Matthias Sammer oder Pep Guardiola sprechen. Aber es gibt natürlich Auflagen in juristischer Sicht. Er hat einen klaren Aufgabenbereich und das ist der Jugendbereich. Mit Uli Hoeneß werden die Bayern sich jetzt intensiv darauf konzentrieren, junge Spieler auszubilden.

Borussia Dortmund galt vor der Saison als einziger Herausforderer des FCB. Jetzt sind sie nach 17 Spieltagen auf Rang 17.

Das größte Problem ist, dass die Dortmunder in der Hinrunde nach Rückständen fast keine Punkte geholt haben. Das war für mich ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft vielleicht nicht so gut funktioniert hat. Dortmund ist in Leverkusen als Mannschaft sofort gefordert. Das Spiel wird richtungsweisend sein.

Bitter ist es jetzt natürlich, dass mit Sven Bender und womöglich Ilkay Gündogan zwei wichtige Spieler im defensiven Mittelfeld ausfallen.

Die Rufe nach einem Transfer werden laut.

Ich halte aber nichts davon, kurz vor der Rückrunde einen neuen Spieler zu holen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Mats Hummels auf der Sechs spielt.

Das hat er ja auch in der Jugend gemacht. Für eine gewisse Zeit kann das durchaus funktionieren.

Zum Ende noch ein Wort zum verstorbenen Junior Malanda vom VfL Wolfsburg.

Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft noch näher zusammengerückt ist. Ich bin gespannt, wie lange dieser Trauerzustand anhält. Ich würde mir wünschen, dass die Wolfsburger nach dem ersten Spiel gegen die Bayern die Schweigeminuten ad acta legen und sich auf das konzentrieren, was auch Junior Malanda am meisten Freude bereitet hat: Fußball spielen.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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