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Ciro Immobile wurde in der vergangenen Saison Torschützenkönig in Italien
Ciro Immobile wechselte im Sommer zu Borussia Dortmund © getty

Torjäger Ciro Immobile von deutschen Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat sich mit einer persönlichen Stellungnahme bei Facebook zu einem Interview geäußert, das am Samstag für einige Irritationen gesorgt hat.

In einem zur großen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport gehörenden Magazin SportWeek hatte er sich über den fehlenden Anschluss innerhalb der BVB-Mannschaft beklagt. So soll ihn zum Beispiel noch kein Teamkollege zum Abendessen nach Hause eingeladen habe.

"Die Übersetzung der deutschen Zeitungen ist richtig, aber berücksichtigt nicht dem 'informellen' und 'leichten' Ton des Interviews, in dem ich nie den Klub und die Partner kritisiert habe. Ich habe einfach erzählt über die kulturellen Unterschiede, die in meinen ersten Monaten in Deutschland zu einigen Schwierigkeiten geführt haben", schrieb der 18,5 Millionen teure Nationalstürmer Italiens.

Dennoch denke er nicht an eine Rückkehr nach Italien, zumal BVB-Boss Hans-Joachim Watzke in der Bild-Zeitung bestätigte: "Das ist kein Problem. Ich habe mich mit Ciro unterhalten. Es scheint unterschiedliche Ansichten von Kulturen zu geben. Die Sache ist aus der Welt."

Der BVB bestätigte außerdem, dass das Interview so nicht autorisiert gewesen sei, wie es veröffentlicht wurde, und einige Aussagen stark gekürzt und somit missverständlich wiedergegeben worden seien. Denn Immobile ließ außerdem angesichts seiner derzeitigen Rolle als Reservist wissen: "Ich habe einen Weg eingeschlagen und werde ihn bis zum Ende gehen. Ich würde mich wieder für die Borussia entscheiden."

Allerdings spüre er noch wenig Vertrauen: "Der Klub war an Lewandowski gewöhnt, der viel getroffen und gewonnen hat. Ich bin derjenige, der seinen Platz eingenommen hat." Trainer Jürgen Klopp zeige Verständnis für seine Situation. "Klopp sagt mir: 'Ich weiß, dass Du mehr als alle andere unter dieser Situation leidest, weil du Ausländer und neu bist. Doch wir werden einen Ausweg finden'", so der 25-Jährige.

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