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Dortmund - Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zeigt sich sehr glücklich über die Entscheidung von Marco Reus zum Verbleib beim BVB. Er sieht in dem Bekenntnis eine große Signalwirkung.

Für Marco Reus war es "eine Entscheidung fürs Leben", für Jürgen Klopp "ein wichtiges Zeichen" mitten im Abstiegskampf.

"Ich glaube an die Symbolkraft von verschiedenen Dingen", sagte der Trainer von Borussia Dortmund mit Blick auf das Heimspiel am Freitag gegen den FSV Mainz 05.  

Die Nachricht von der Vertragsverlängerung des europaweit umworbenen Nationalspielers bis 2019 wirkte offenbar auch beim BVB-Coach wie Balsam auf die zuletzt geschundene Seele.

"Marco hat sich mit Haut und Haar auf Borussia Dortmund eingelassen. Das ist großartig, das tut gut. Auch Marco wirkt seither gelöst. Jetzt müssen wir die Stimmung in Leistung ummünzen", ergänzte der 47-Jährige.  

Applaus von den Teamkollegen

Besonders froh sei er gewesen, dass Reus sich so früh und in dieser prekären Situation für den aktuellen Tabellen-16. entschieden habe und erhofft sich einen Ruck "für uns alle". In der
Kabine hätte es nach der Nachricht sogar kollektiven Applaus von den Mannschaftskameraden für Reus gegeben, berichtete der BVB-Coach.

Er selbst habe oft mit dem Ex-Gladbacher, für den bisher  36 Tore und 21 Vorlagen in bislang 72 Bundesliga-Einsätzen im schwarz-gelben Trikot in der Statistik stehen, über dessen Zukunft gesprochen.

Vorbildliches Verhalten

Reus habe sich in der Zeit der Spekulationen um seinen eventuellen Abschied und seine Ausstiegsklausel, die einen Wechsel für 25 Millionen Euro am Saisonende ermöglicht hätte, vorbildlich verhalten.   

Marco Reus traf beim 3:0 in Freiburg für Borussia Dortmund
Marco Reus traf beim 3:0 in Freiburg für Borussia Dortmund © Getty Images

"Er hat sich nie geäußert, was oft wirkte, als könne er sich nicht entscheiden", so Klopp. Das habe sein Ansehen geschmälert, dabei habe er sich nur überlegt, was er machen soll - wie jeder das tun sollte", betonte der BVB-Coach.

Ob die Unterschrift von Reus auch eine Signalwirkung für den Verbleib anderer Teamkollegen haben könnte? Klopp lakonisch: "Es wird zumindest niemand davon abhalten."

Hitzfeld lobt den "klugen Schachzug"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte das Ja-Wort des Nationalspielers bereits als "Gütesiegel" für die Bundesliga gewertet.

Ottmar Hitzfeld (66), der mit drei Meisterschaften und dem Gewinn der Champions League 1997 die bisher erfolgreichste Ära der Klubgeschichte prägte, lobte indes die Vertragsverlängerung als "klugen Schachzug" und traut dem BVB nunmehr sogar noch einen Europacup-Platz zu. 

"Der BVB hat ein klares Zeichen gesetzt. Das gibt sicher Auftrieb", sagte Hitzfeld am Rande eines Mediengesprächs des Pay-TV-Senders Sky in Hamburg: "Dortmund will wieder angreifen."

Der 66-Jährige ist überzeugt, dass die nächsten zwei Spiele am Freitag gegen Mainz 05 und in der kommenden Woche beim VfB Stuttgart richtungweisend sind. "Wenn die Dortmunder beide gewinnen, bekommen sie noch die Chance auf den fünften oder sechsten Platz."

Blaszczykowski gegen Mainz fraglich

Vor dem Spiel gegen Mainz steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Jakub Blaszczykowski. Der Pole fehlte am Mittwochnachmittag wegen einer Nasennebenhöhlen-Entzündung beim Training, eine Prognose wollte Klopp nicht wagen.  

Der zuletzt nicht berücksichtigte Adrian Ramos darf sich wieder Hoffnungen auf einen Kaderplatz machen. Der Stürmer habe auf die Nicht-Nominierung "gut im Training reagiert", hielt Klopp fest.

Definitiv nicht zur Verfügung stehen die Rekonvaleszenten Sebastian Kehl und Sven Bender, die erst Anfang nächster Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen werden. Weltmeister Erik Durm laboriert derzeit an einem grippalen Effekt.

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