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FC Bayern Muenchen v FC Schalke 04 - Bundesliga
Bayern-Trainer Pep Guardiola diskutiert mit Schiedsrichter-Assistent Markus Haecker © Getty Images

Der Trainer des FC geht im Spiel gegen Schalke auf Tuchfühlung zu den Schiedsrichtern. Guardiola kommt aber ohne Strafe davon – offenbar wegen seiner guten Manieren.

Am Dienstag sorgte Pep Guardiola für Aufsehen, weil er beim 1:1 des FC Bayern München gegen Schalke mehrfach die Coaching Zone verließ.

Unter anderem sprintete der Star-Trainer einmal zur Eckfahne, um dort mit Schiedsrichter-Assistenten Markus Häcker zu diskutieren. Anschließend schüttelte der Spanier dem Linienrichter auch noch spöttisch die Hand.

Guardiola wird aber ohne Strafe bleiben. Wie SPORT1 erfuhr, hatte die Aktion für Guardiola keine Folgen, da er sich gegenüber dem Schiedsrichter und Linienrichter sehr höflich verhalten habe.

Bei ähnlichen Vergehen dürften Guardiola aber  in Zukunft auch seine guten Manieren nicht mehr helfen, ein Verweis auf die Tribüne oder eine Geldstrafe könnten die Folge zu sein.

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier hatte Guardiola bereits zuvor für seinen Umgang mit Unparteiischen kritisiert.

"Pep Guardiola sind Linien egal, der Bayern-Trainer turnt mittlerweile nicht nur durch seine Coaching Zone, sondern taucht sogar an der Eckfahne auf. Ohne Konsequenzen!“, schrieb Meier in seiner Kolumne im Focus: „Dass sich das einige Schiedsrichter bieten lassen, ist ein Unding."

Dadurch entstehe der Eindruck, "der Katalane dürfe sich alles erlauben und habe einen Promi-Bonus", führte Meier aus: "Mit solchen Aktionen untergräbt Guardiola die Autorität der Schiedsrichter und macht sie lächerlich."

Auch SPORT1-Experte Olaf Thon zeigte bei der Spieltaganalyse am Donnerstag wenig Verständnis dafür, dass Guardiolas Verhalten nicht bestraft wurde.

"Da wird mit zweierlei Maß gemesen", sagte Thon.

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