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München - Bayern-Verteidiger Holger Badstuber winkt gegen den VfB Stuttgart das Comeback. Im SPORT1-Interview spricht er über seine Leidenszeit - und verteidigt sein Team gegen Kritik.

19 Monate fehlte Holger Badstuber dem FC Bayern München, ehe er zu Saisonbeginn sein Comeback feierte.

Und nach nur drei Spielen erlebte der Verteidiger gleich den nächsten Rückschlag.

Das Kreuzband, das ihm vorher zweimal gerissen war, war es diesmal nicht. Ein Muskelsehnenriss im Oberschenkel im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart zwang ihn in die nächste monatelange Pause.

Im Rückspiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) winkt ihm nun die Pflichtspiel-Rückkehr - die durch die Rotsperre von Abwehrkollege Jerome Boateng noch wahrscheinlicher geworden ist.

Im SPORT1-Interview bei Bundesliga Aktuell spricht Badstuber zuvor über...

das mögliche Comeback in Stuttgart:

"Ob ich spiele, das entscheide nicht ich. Unabhängig davon: Für mich sind diese Spiele aber immer was Besonderes, weil ich ja auch mal beim VfB gespielt habe. Für uns gilt es jetzt wieder die drei Punkte einzufahren, damit wir wieder in die Spur kommen. Wir freuen uns drauf, ich mich natürlich auch."

seine körperliche Verfassung:

Bayern Muenchen - Doha Training Camp Day 3
Holger Badstuber (l.) arbeitete sich im Trainingslager in Katar wieder ans Team heran © Getty Images

"Ich spüre, dass es mir immer besser gelingt in den Rhythmus reinzukommen. Es  fehlen natürlich noch Dinge, die ich noch erarbeiten muss. Das ist ganz normal. Nach vier oder fünf Wochen ist das noch nicht alles da. Aber es kommt."

den Fehlstart des FC Bayern in die Rückrunde:

"Ich habe absolut keinen Kriseneindruck. Aber jetzt sind die Sinne wieder geschärft. Jetzt heißt es wieder: Den Fokus neu zu richten, die Dinge aufzuarbeiten und einen draufzusetzen, um den unbedingten Siegeswillen zu zeigen."

Guardiolas offensive Verteidigung:

"Es ist ein Risiko dabei, aber wir wollen das auch. Das hat uns so stark gemacht, das macht unseren Fußball so attraktiv. Das können wir mit breitem Selbstbewusstsein spielen. Aber: Es müssen alle mitmachen. Wenn das der Fall ist, ist das für jeden einfacher. Zuletzt waren die Fehler zu groß und dadurch haben sich Fehlerketten gebildet. Dann kommt der Gegner auch zu Chancen."

die Kritik an Abwehrkollege Dante:

"Er ist für mich eine große Persönlichkeit und ein sehr, sehr guter Spieler. Es wurde viel aufgebauscht nach dem 1:7 gegen Deutschland damals. Aber das war Nationalmannschaft, hier sind wir beim FC Bayern, hier hat er großartige Leistungen gebracht. Wir stehen voll hinter ihm. Ich erlebe ihn als lustigen, vollmotivierten Trainingspartner. Er ist gut drauf, er will sich verbessern, er gibt Gas."

die Unterstützer in seiner Leidenszeit:

"Ich bin den engen Leuten, die um mich herum sind, sehr dankbar. Die kann ich an einer Hand abzählen. Ich werde sie immer spüren lassen, dass sie in der schwierigen Zeit für mich da waren. Ich versuche, das nun mit kleinen Geschenken und Gesten zurückzugeben."

den Kontakt zu Bundestrainer Joachim Löw:

"Es ist schön, wenn der Bundestrainer sich meldet. Darüber freut man sich. Zu der Zeit war der Gedanke, wieder für ihn zu spielen, in weiter Ferne – und das ist er auch jetzt noch. Es ist trotzdem eine schöne Geste, die man nicht vergisst."

Holger Badstuber und Joachim Löw
Holger Badstüber debütierte 2010 bei Joachim Löw im Nationalteam © Getty Images

die EM 2016:

"Ein Fernziel ist das auf alle Fälle. Aber für mich sind die nächsten kleinen Etappen sehr wichtig. Gerade nach dem WM-Gewinn ist die EM  eine Herausforderung. Die Mannschaft hat auf weite Sicht ein Riesenpotenzial und da will ich auch dabei sein."

die Vertragsverlängerung während seiner Verletzungspause:

"Das war für mich eine Geste, die mich emotional berührt hat. Die hat mir Sicherheit und Unterstützung gegeben. Ich will jetzt auf lange Sicht gesund bleiben und dann dem ganzen Verein Titel schenken."

Guardiolas Einfluss auf das Team:

"Er hat gesagt: Du bist der Mann, der weiß, was er will. Für die Bayern ist er wichtig, weil er uns verbessert und uns weitere Ideen schenkt. Er gibt uns Dinge  mit, die unseren Horizont erweitern. Das ist wichtig für eine große Mannschaft. Was über sein Vertragsende hinaus passiert, das weiß nur er, aber es wäre schön, wenn wir so einen Trainer hier längerfristig binden könnten."

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