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Dortmund - Dortmunds Trainer gibt sich auch nach dem erneuten Tiefschlag gegen Augsburg kämpferisch. Zu viel Selbstkritik sei nicht angebracht - er wisse, wo das Problem liege.

Jürgen Klopp hat den nächsten Tiefschlag eingesteckt. Und trotzdem ist er weit davon entfernt, sich geschlagen zu geben.

In einer kämpferischen Pressekonferenz einen Tag nach der 0:1-Heimpleite gegen den FC Augsburg betonte der Trainer Borussia Dortmund einmal mehr, dass er nicht hinwerfen wolle.

Irgendwann zu sagen, er "habe keinen Bock mehr" oder "ich resigniere", könne er "komplett ausschließen", hielt er auf Nachfrage fest.

"Um alles andere mache ich mir keine Gedanken. Dafür habe ich jetzt absolut keinen Kopf", sagte Klopp auf der Spieltags-PK vor der Partie am Samstag in Freiburg.

"Der Akku ist komplett voll"

"Für mich war die Winterpause da, um meinen eigenen Akku vollzumachen. Der ist komplett voll", stellte Klopp fest. "Der ist jetzt nicht nach einem Spiel, das alles andere als so gelaufen ist wie wir es uns vorstellen, komplett leer."

Der 47-Jährige sei angesichts des letzten Tabellenplatzes weder resigniert noch am Boden zerstört.

"Ganz im Gegenteil. Ich bin nach wie vor vom Erfolg unserer Mission, die unsere Rückrunde bedeutet, absolut überzeugt. Dementsprechend ist das kein Thema", sagte Klopp.

Die Überzeugung ist felsenfest

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte im Winter-Trainingslager in Spanien erneut betont: "Wir werden Jürgen Klopp niemals feuern."

Der BVB-Coach bekräftigte: "Ich bin nach wie vor felsenfest vom Klassenerhalt überzeugt. Da hat sich überhaupt nichts dran geändert. Ich wusste von vornherein, dass das keine leichte Tour wird in dieser Rückrunde", erklärte er.

"Wie wäre ich drauf, wenn mich ein Spiel komplett aus der Bahn werfen würde?", fragte Klopp. "Ich bin nach wie vor voll in der Aufgabe drin. Über mich kann gesagt und gedacht werden, was man will, aber wir sind in der Vorbereitung maximal seriös, akribisch, fleißig und bereiten die Mannschaft so auf jeden Gegner vor, dass man ihn auf jeden Fall schlagen kann. Das müssen wir jetzt auf den Platz bringen."

Nicht die Zeit für Selbstkritik

Mangelnder Kampfeswille sei nicht das entscheidende Problem: "Die Mannschaft ist 122 Kilometer gelaufen, sie hat gekämpft. Aber: In den entscheidenden Situationen müssen wir auch darum kämpfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen."

Das sei der entscheidende Punkt, an dem es anzusetzen gelte, hielt Klopp im Laufe der Pressekonferenz gleich mehrfach fest.

Die persönliche Fehlersuche stellt der BVB-Coach derzeit hinten an. "Es geht nicht darum, dass ich mich durch übermäßige Selbstkritik auch noch schwäche", sagte Klopp.

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