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Martin Schmidt
© Imago

Martin Schmidt ersetzt beim FSV Mainz 05 Kasper Hjulmand und gibt sich hochmotiviert. Mit einer emotionalen Herangehensweise will er die Wende einleiten.

Der neue Trainer Martin Schmidt will mit einer emotionalen Spielweise den kriselnden FSV Mainz 05 vor dem drohenden Abstieg bewahren.

"Ich will Leidenschaft und Feuer reinbringen. Wir müssen die Zügel loslassen auf dem Platz und nach vorne marschieren", sagte der 47-jährige Schmidt am Dienstag bei seiner Vorstellung und fügte an: "Wir wollen dem Gegner wehtun und Vollgas geben. Dafür stehe ich."

Wenige Stunden zuvor hatte der Tabellen-14. aus Rheinhessen die Entlassung des bisherigen FSV-Coaches Kasper Hjulmand bekannt gegeben.

Der Schweizer Schmidt, der bislang die Mainzer U-23-Mannschaft trainiert hatte, ist seit 2010 im Klub und war damals vom ehemaligen Coach Thomas Tuchel geholt worden.

Der gelernte KFZ-Mechaniker Schmidt, der selbst nie Fußballprofi war, wird am Samstag im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt (ab 15.15 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) seine Feuertaufe als Bundesliga-Trainer feiern.

Seine Präsentation wurde am Dienstagmittag von rund elf Kamerateams und rund 35 Journalisten begleitet. Schmidt hatte zuvor erstmals das Training der Profis geleitet.

Martin Schmidt zeigt sich gleich beim ersten Training höchst aktiv © Imago

FSV-Manager Christian Heidel hatte die Trennung von Hjulmand nach nur acht Monaten mit der derzeit brenzligen Situation der Mainzer begründet.

Die Rheinhessen sind vor dem 22. Spieltag nur noch einen Punkt von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. "Wir brauchen viel Emotionen. Jetzt sind andere Dinge gefordert", sagte Heidel, dem der Däne Hjulmand wohl zu introvertiert war: "Kasper ist ein überragender Trainer. Aber wir haben uns gefragt, ist er der richtige Trainer, wenn es ums Thema Klassenerhalt geht."

In den letzten 13 Partien hatte der selbsternannte Karnevalsverein lediglich einmal gewonnen (5:0 gegen den SC Paderborn/31. Januar 2015).

Insgesamt haben die Mainzer in 21 Ligaspielen nur vier Dreier geholt.

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