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München - Gladbachs Sportdirektor Max Eberl spricht im Volkswagen Doppelpass über die Gerüchte um Max Kruse und den Platzsturm im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln.

Max Kruse stürmt seit 2013 für Borussia Mönchengladbach. Bei den "Fohlen" ist der 26-Jährige zum Nationalspieler gereift und damit auch ins Blickfeld anderer Vereine gerückt.

Angeblich soll sein Vertrag eine Ausstiegsklausel beinhalten, zuletzt wurde er deshalb bereits mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 hat Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nun Stellung bezogen und betont, dass die Gerüchte bis auf weiteres wohl auch Gerüchte bleiben werden.

Max Kruse spielt seit 2013 für Borussia Mönchengladbach
Max Kruse spielt seit 2013 für Borussia Mönchengladbach © Getty Images

"Dass wir nicht in der günstigen Situation sind, alle Spieler zu behalten und nochmal drei draufzusatteln, ist bekannt. Wir haben uns in den letzten Jahren in Sachen Transfererlösen entwickelt. Die Romantik, dass alle bei uns bleiben, ist nicht gegeben", sagte der 41-Jährige und schob nach: "Wenn ein Spieler das Gefühl hat, dass er einen anderen Schritt machen will, dann kann man ihn nicht hindern - ob mit Klausel oder ohne Klausel."

Keine Angebote für Kruse

Allerdings lägen für Kruse derzeit keine konkreten Angebote vor: "Ich glaube, Max Kruse fühlt sich wohl und er sieht auch, dass sich bei uns was bewegt. Wenn er was anderes machen will, müssen wir reden. Wie er sich im Sommer entscheidet, muss man dann im Austausch sehen. Es gibt aber keine Anfragen."

Auf die vermeintliche Ausstiegsklausel in Kruses Kontrakt wollte er derweil nicht näher eingehen.

"Das weiß ich nicht. Da muss ich den Vorstand fragen (lacht). Jetzt mal hypothetisch gesprochen: Es gibt auch Ausstiegsklauseln, die irgendwelche Voraussetzungen haben, damit sie greifen", meinte Eberl mit einem Augenzwinkern.

Eberl tritt auf die Euphoriebremse

Trotz des jüngsten Sprungs auf Platz drei der Tabelle blieb der Sportdirektor auch beim Thema Saisonziele zurückhaltend.

"Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen und so viele Punkte wie möglich machen. Wenn am Ende was zu erreichen wäre, gehen wir in die Offensive. Unser Ziel war aber ein einstelliger Tabellenplatz und dazu gehören auch die Plätze, die es uns erlauben, europäisch zu spielen", sagte Eberl.

"Jetzt irgendwelche Zielkorrekturen vorzunehmen, halte ich für verfrüht. Wir spielen eine gute Runde und wollen das weiter machen", erläuterte er.

Kein Verständnis für Platzsturm

Wenig Verständnis zeigte Eberl außerdem für den Platzsturm verkleideter Chaoten nach dem Last-Minute-Sieg der Borussia im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln (1:0) am Samstag.

"Es gab eine enge Kommunikation der Vereine. Es wurde klar kommuniziert, dass keine verkleideten Personen ins Stadion kommen sollten. Das war auch so. Das Tor fiel dann zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Es haben sich dann die Menschen gezeigt, die wenig im Hirn haben. Es ist schade, dass ein Spiel dann so endet", erklärte der ehemalige Profi.

Eberl weiter: "Der Karneval ist bestimmt auch nicht förderlich in diesem Moment. Aber ich glaube nicht, dass der Karneval direkt mit dieser Aktion zu tun hatte. Es war aber letztendlich eine Kurzschlussreaktion von Menschen, die wenig im Kopf haben."

Reus setzt Signal

Die Expertenrunde analysierte natürlich auch die Vertragsverlängerung von Nationalspieler Marco Reus, der in der vergangenen Woche bis 2019 beim BVB unterschrieben hat. Einst hatte Eberl den 25-Jährigen nach Mönchengladbach geholt, wo ihm der große Durchbruch gelungen ist.

Dass sich ein Spieler seiner Klasse nun für einen Verbleib in Deutschland entschieden habe, sei ein starkes Signal.

"Ich finde es toll, dass so ein Spieler in der Bundesliga bleibt und es ist auch schön zu sehen, dass Spieler bei ihren Vereinen bleiben und nicht für zahlreiche Millionen nach England gehen", meinte Eberl.

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