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Köln - Der VfB Stuttgart kommt im Abstiegskampf nicht voran - und jetzt kommen auch noch die Bayern. Doch die Arbeit von Trainer Huub Stevens trägt schon erste Früchte.

Sein 350. Bundesligaspiel als Trainer wollte Huub Stevens schnell abhaken. "Ich habe nicht so viel zu sagen", knurrte der Niederländer nach dem 0:0 seines VfB Stuttgart bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln: "Muss ich denn etwas sagen?"

Er musste nicht. Der eine Punkt im Abstiegskampf hatte sein Team nicht wirklich vorangebracht, und so drehte sich schnell alles um die kommende Aufgabe, die auch nicht für große Vorfreude sorgt:

Am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER und LIVE im Sportradio SPORT1.fm) kommt der FC Bayern München nach Stuttgart.

VfB Stuttgart jetzt gegen die Bayern

Der souveräne Tabellenführer ist zwar schwach in die Rückrunde gestartet, doch auf die Frage, ob das vielleicht ein Vorteil für den VfB sein könnte, lachte Stevens nur trocken. "Man muss zweimal in der Saison gegen die Bayern spielen, da kann man nichts machen", sagte der 61-Jährige.

Huub Stevens ist Trainer beim VfB Stuttgart
Huub Stevens ist seit dem 25. November 2014 wieder Trainer beim VfB Stuttgart © getty

Sein Torhüter wurde deutlicher. "Das ist immer schwierig", sagte Sven Ulreich, "egal, wann die kommen."

Stagnation in der Tabelle

Dass ausgerechnet gegen den Rekordmeister also der erste Heimsieg seit mehr als vier Monaten gelingt, darauf hoffen nur die großen Optimisten, zumal laut Ulreich "das Selbstvertrauen nicht so da ist, wie gewünscht".

Auch das Spiel in Köln änderte daran wenig. Trotz Überlegenheit und deutlich besserer Chancen konnte der VfB gegen die heimschwachen Rheinländer nicht an seine starke Auswärtsbilanz anknüpfen. (Die Highlights des Spiels auf SPORT1.fm)

In der Tabelle verbesserten sich die Stuttgarter nur um einen Platz und stehen auf dem Relegationsrang. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gentner lobt Stevens

Diese Momentaufnahme "interessiert mich aber nicht", sagte Stevens, "es geht darum, wie es nach 34 Spielen aussieht." Aber immerhin, ganz langsam scheint es aufwärts zu gehen mit dem VfB.

"Seit Huub Stevens da ist, sieht es wesentlich besser aus", sagte Kapitän Christian Gentner. Im November hatte der Niederländer den Trainerposten von Armin Veh wieder übernommen, der ihn erst im Sommer abgelöst hatte. Und aus seither sieben Spielen holte Stuttgart immerhin neun Punkte.

Christian Gentner ist Kapitän des VfB Stuttgart
Christian Gentner wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister © imago

"Es sind zwar keine Offensivfeuerwerke dabei, die sich jeder wünscht", sagte Gentner, "aber das ist momentan auch nicht gefragt. " (Das Spiel des VfB in Köln zum Nachlesen im LIVETICKER)

Stuttgart in der Abwehr stabiler

Gefragt ist vielmehr Stevens ewige Vorgabe: Die Null muss stehen beim Niederländer, was in den vergangenen Wochen auch immer häufiger klappt.

Im November übernahm Stevens die schlechteste Abwehrreihe der Liga, mehr als zwei Gegentore hatte das Team pro Spiel durchschnittlich kassiert. In den letzten fünf Partien musste Ulreich nun nur zwei Treffer hinnehmen, die Schwaben sind deutlich stabiler geworden.

"Wir haben einen langen Weg mit kleinen Schritten vor uns", sagte Gentner daher, "wir würden gerne größere machen, aber für uns zählt jetzt gerade jeder Punkt" - und damit wäre der VfB wohl auch gegen die Bayern zufrieden.

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