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München - SPORT1-Experte Thomas Helmer lobt Bremens Trainer Viktor Skripnik. Huub Stevens und Joe Zinnbauer bekommen ihr Fett weg.

Hallo Fußball-Freunde,

vor dem aktuellen Bremer Höhenflug habe ich großen Respekt.

Man darf eins nicht vergessen: Sie waren Letzter, als Viktor Skripnik sie übernommen hat.

Entscheidend war für mich, dass man vor der Winterpause gegen Dortmund gewonnen hat. Das war die Initialzündung.

Thomas Helmer Doppelpass-Kolumne
Thomas Helmer nimmt den 21. Spieltag unter die Lupe © SPORT1

Die Spieler werden so eingestellt, dass sie ihre Positionen perfekt ausüben können. Ich fand es auch mutig, dass man mit Skripnik auf eine interne Lösung gesetzt hat. Das zahlt sich jetzt aus.

Im Gegensatz dazu ist die Situation beim VfB Stuttgart schon alarmierend. Wenn Huub Stevens sagt, dass er ratlos ist, ist das erschreckend. Das ist schon krass.

Er hatte eine Wintervorbereitung. Er hätte also taktisch was in der Mannschaft verändern können.

Du brauchst aber eine Struktur und die sehe ich beim VfB nicht. Es gibt keine klare Hierarchie. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt.

Hamburgs Trainer Joe Zinnbauer hat für mich beim 0:8 beim FC Bayern die völlig falsche Aufstellung gewählt. Er hatte nicht die Eier, Rafael van der Vaart rauszunehmen. Und auch den jungen Ronny Marcos gegen Robben spielen zu lassen, war ein Fehler. Slobodan Rajkovic darfst du auch nicht draußen lassen.

Zu den Bayern: Es geht mir zu schnell, dass man sie jetzt wieder lobt. Ich fand die ersten drei Spiele nicht überzeugend.

Ich glaube aber, dass es wichtig für das Selbstvertrauen für beispielsweise Robert Lewandowski war, dass er getroffen hat. Es war ein kleiner Schritt vorwärts, mehr aber nicht!

Dortmund hat beim Sieg gegen Mainz eine gute Reaktion gezeigt nach dem Rückstand. Und auch offensiv haben sie mich überzeugt.

Ein wichtiger Faktor war natürlich auch die Vertragsverlängerung von Marco Reus. Da hat der BVB endlich mal den Geldbeutel geöffnet. Aber das mussten sie auch mal machen, damit sie dauerhaft oben mitspielen können. Es gibt jetzt auch keine Neider im Verein, weil Reus jetzt mehr verdient, als die anderen. Im Gegenteil: Alle profitieren ja auch von seiner Leistung.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Thomas Helmer

Ex-Nationalspieler Thomas Helmer tritt als Experte im Volkswagen Doppelpass auf und wechselt sich bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Mario Basler und Thomas Strunz ab.

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