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SC Freiburg v 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Der SC Freiburg kämpft um den Klassenerhalt - die Mannschaft ist guten Mutes © Getty Images

Der SC Freiburg setzt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga weiter auf den "Rückrunden-Effekt".

Und glaubt man Christian Streich, dann kann sich der Trainer bei diesem Unterfangen auf eine Sache verlassen. "Die Mentalität der Mannschaft ist großartig", sagte der 49-jährige Streich vor der schweren Aufgabe am Sonntag beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg (ab 15 Uhr im LIVETICKER und im Sportradio SPORT1.fm).

Allerdings läuft den Breisgauern, die als Vorletzter vor dem 25. Spieltag drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer haben, so langsam die Zeit davon. Zudem macht der Blick auf die Statistik nicht gerade Mut: Schon zehnmal blieb Freiburg in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg.

Im zweiten Sonntagspiel (17.30 Uhr) muss Borussia Mönchengladbach im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation gegen Hannover 96 nachlegen, nachdem der direkte Konkurrent Bayer Leverkusen mit dem 4:0 gegen den VfB Stuttgart am Freitagabend vorübergehend Platz drei erobert hatte. Dahingegen kam der FC Schalke 04 in Berlin nicht über ein 2:2 hinaus. Mit einem Sieg würden die Fohlen ihren Vorsprung auf die fünftplatzierten Gelsenkirchener auf vier Zähler ausbauen.

In Freiburg ist ausgerechnet der letztjährige "Retter" Admir Mehmedi Sinnbild der Torschuss-Panik. Der Schweizer Nationalspieler und WM-Teilnehmer kommt in der laufenden Spielzeit - auch wegen einiger Verletzungen - einfach nicht in Tritt.

In der vergangenen Runde hatte Mehmedi den Klub von der Dreisam mit zwölf Treffern fast im Alleingang zum Klassenerhalt geschossen.

In den bisherigen 24 Punktspielen traf er ein einiges Mal. Doch Streich will an dem Torjäger a. D. festhalten und ihm den Druck nehmen: "Admir muss in die Spiele gehen und darf nicht soviel erwarten", sagte der Coach der Bild-Zeitung.  

Hoffnung macht vielleicht die Tatsache, dass Freiburg bei fünf der zehn Niederlagen nur jeweils mit einem Tor Differenz unterlegen war. Auch beim 0:1 gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende fehlten nur "Kleinigkeiten", wie SC-Mittelfeldspieler Mike Frantz meinte: "Gefühlt haben wir 100 Flanken in den Strafraum geschlagen.

Aber eben nicht getroffen. "Uns fehlt die allerletzte Durchschlagskraft und Überzeugung", monierte Streich. Damit geht das Warten auf den "Rückrunden-Effekt" weiter. Auch in der vergangenen Spielzeit zündete der "Freiburg-Turbo" erst nach der Winterpause, als der Sport-Club 22 seiner insgesamt 36 Punkte holte, die für Platz 14 und damit zum Klassenerhalt reichten.

In den vergangenen sechs Partien reichte es aber nur zu einem einzigen Sieg. "Deshalb müssen wir auch kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor werden", forderte Keeper Roman Bürki.

Der 24-Jährige trifft im Duell gegen die "Wölfe" auf seinen Vorgänger im Schweizer Nationalmannschafts-Tor, Diego Benaglio.

"Wir gratulieren uns schon zum Geburtstag, aber in regelmäßigem Kontakt stehe ich mit Diego nicht", meinte Bürki. Wohlwissend, dass das Punktspiel am Sonntag auch eine Generalprobe ist: Am 7. April tritt der SC Freiburg im Viertelfinale des DFB-Pokals erneut beim VfL Wolfsburg an.

Mönchengladbach kann gegen die seit acht Spielen sieglosen Hannoveraner personell aus dem Vollen schöpfen. Alvaro Dominguez hat seine Rückenprobleme überwunden und gehört wie Weltmeister Christoph Kramer und Abwehrchef Martin Stranzl, die zuletzt ebenfalls angeschlagen waren, zum Kader von Trainer Lucien Favre.

Der warnt vor den Niedersachsen: "Solche Mannschaften sind besonders gefährlich - das wissen wir aus eigener Erfahrung. Wir hatten letztes Jahr zu Beginn der Rückrunde selbst eine Serie von sieben sieglosen Spielen in Folge." 

SPORT1 berichtet ab 15 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1.de und in der SPORT1 App sowie im Sportradio SPORT1.fm von allen Partien des 25. Spieltags. Highlights sehen Sie am Sonntag ab 22.15 Uhr im "Mobilat Doppelpack"  im TV auf SPORT1.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfL Wolfsburg - SC Freiburg

Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha, Klose, Knoche, Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo - Caligiuri, de Bruyne, Schürrle  Dost

Nicht dabei: Naldo, Hunt, Felipe

Freiburg: Bürki - Sorg, Krmas, Torrejon, Günter - Frantz, Darida - Klaus, Mehmedi - Schmid, Philipp

Nicht dabei: Schuster

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

Borussia Mönchengladbach - Hannover 96

Mönchengladbach: Sommer - Korb, Stranzl, Jantschke, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Hazard - Raffael -  Kruse

Nicht dabei: -

Hannover: Zieler - Pereira, Marcelo, Schulz, Albornoz - Schmiedebach, Sane - Briand, Kiyotake, Prib – Joselu

Nicht dabei: Bittencourt, Pander, Miller, Hoffmann

Schiedsrichter: Günter Perl

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