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Klopp erklärt den Hintergrund seiner Aussage zu Reif. Als Aufforderung zur Attacke auf den Kommentator will der BVB-Trainer sie nicht verstanden wissen und distanziert sich.

Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hat seine Aussage über Marcel Reif richtiggestellt.

"Ich muss klarstellen: Als ich gesagt habe, er findet nichts mehr witzig, da wusste ich nichts von der Aktion rund ums Derby, als Marcel Reif und seine Frau im Auto angegangen worden sind", sagte Klopp auf der Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie beim Hamburger SV.

"Wenn es jemand in den falschen Hals gekriegt haben sollte und sich dazu aufgerufen fühlte, Marcel Reif zu attackieren, was ich mir nicht vorstellen kann, dann tut mir das leid", erklärte Klopp. "Ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals irgendjemanden zur Gewalt aufgerufen und distanziere mich davon", so der 47-Jährige.

Borussia Dortmund v FC Schalke 04 - Bundesliga
Marcel Reif wurde im Pokal gegen Dresden von Dortmunder Fans bedroht © Getty Images

"Das war völlig unnötig und hätte ich mir sparen können", sagte Klopp zu seiner Aussage, die "nicht so dramatisch" sei. Der BVB-Coach hatte am Montag zu Reifs Reaktion bei Sky zum Batman-Jubel Stellung genommen. Am Dienstag beim Pokalspiel in Dresden hatte der Sky-Kommentator aus dem Dortmund-Fanblock eine Bierdusche abbekommen und Klopps Aussage später kritisiert. "Ich kann verstehen, dass es in irgendeiner Form falsch angekommen ist, aber dieser Zusammenhang ist nicht da", sagte Klopp.

Es gebe wirklich wichtigere Dinge in der Welt, über die berichtet werden könne. "Diese Geschichte gehört sicher nicht dazu." Anlass für eine Aussprache mit Reif gibt es von Klopps Seite aus nicht. "Je schneller da nicht mehr drüber gesprochen wird, desto schneller beruhigt sich das Ganze", erklärte der Fußballlehrer.

Zum Foul von Dresdens Dennis Erdmann an Marco Reus im Pokalspiel meinte Klopp: "Dennis Erdmann spielt auf diese Art und Weise Fußball. Diese Verteidiger wird es immer geben." Nicht nur Offensivspieler müssten besser vor solchen Aktionen geschützt werden, "sondern jeder Spieler. Das gehört einfach nicht zum Fußball."

Reus' Einsatz gegen den HSV ist nach wie vor fraglich. "Alle arbeiten mit Hochdruck daran", so Klopp. Pierre-Emerick Aubameyang soll nach seinen Rückenproblemen dagegen morgen ins Mannschaftstraining zurückkehren. 

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