Video

München - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ist optimistisch, nach Marco Reus auch Ilkay Gündogan langfristig in Dortmund zu halten. Im Volkswagen Doppelpass spricht er über seine Transferpläne.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke blickt einer möglichen Vertragsverlängerung von Ilkay Gündogan bei Borussia Dortmund optimistisch entgegen.

"Ich weiß, dass er sich bei uns wohlfühlt. Er ist ein ganz feiner Kerl. Wir haben zusammen einen tollen Weg gemacht. Es geht nicht um Dankbarkeit, ich glaube, Wertschätzung ist entscheidend. Ich glaube, dass die da ist für den BVB", sagte Watzke im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Gündogans Vertrag in Dortmund läuft 2016 aus. Verlängert der Nationalspieler nicht, müsste der BVB ihn nach der Saison verkaufen, um noch eine angemessene Ablösesumme für den 25-Jährigen kassieren zu können.

BVB will Gündogan halten

Watzke bestätigte, dass man Gündogan gerne halten möchte: "Wer mit Ilkay Gündogan nicht verlängern will, dem kannst du auch nicht mehr helfen. Natürlich wollen wir gerne mit ihm verlängern. Aber da gehören mehrere dazu. Bei Ilkay machen wir es wie bei Marco Reus: Wir reden da nicht viel darüber, sondern wir hoffen, dass er bei uns bleibt."

Watzke weiter: "Ich gebe da nie Wasserstandsmeldungen ab, aber ich bin nicht komplett hoffnungslos."

Generell plane man in Dortmund vor der neuen Saison keine großen Transfers: "Wir werden im kommenden Jahr - zumindest nach aktuellem Tabellenstand - nicht international spielen. Das verbietet ja schon große Transfers. Die ganz großen Umwälzungen wird es nicht geben."

Nicht optimal sei die Situation im Angriff mit den wenig überzeugenden Neuzugängen Ciro Immobile und Adrian Ramos. "Du hast jetzt natürlich für vorne drei Spieler. Das ist keine Idealkonstellation", so Watzke. Dennoch plane der BVB nicht mit Abgängen im Angriff, der bislang zur Nebenfigur degradierte Ramos "kommt sicher noch".

Video

"Erst einmal Abstiegskampf erledigen"

Beim BVB schiele man auch nicht in Richtung Europacup-Plätze: "Man hat uns monatelang gesagt: 'Ihr müsst endlich kapieren, dass ihr im Abstiegskampf seid'. Das haben wir dann auch. Wir sollten jetzt nicht irgendwelchen Träumen von 'nach oben' nachhängen. Sondern wir sollten jetzt erst einmal unseren Abstiegskampf erledigen. Den haben wir angenommen und den werden wir erfolgreich zu Ende bringen."

Video

Gleichzeitig verwies Watzke das Gerücht um eine zwischenzeitliche Kontaktaufnahme zu Ex-BVB-Coach Ottmar Hitzfeld ins Reich der Legenden: "Ich hörte das und habe ihn einfach angerufen und habe gefragt, 'Ottmar, warst du in Dortmund?' Er sagte: 'Nein, niemals.' Es hat niemals beim BVB irgendjemand das Thema Ottmar Hitzfeld gespielt und er war auch niemals da." 

Nach Meinung von Watzke hätte Valon Behrami im Spiel beim Hamburger SV (0:0) nach einem Ellbogenschlag gegen Henrikh Mkhitaryan früh vom Platz fliegen müssen. Watzke machte Schiedrichter Peter Gagelmann aber keine Vorwürfe: "Wenn Behrami im Zweikampf ist, schaust du automatisch ein bisschen genauer drauf. Das war ja relativ klar, aber wir müssen jetzt kein Fass aufmachen. Gagelmann hat gestern mit Ausnahme dieser Geschichten – er hat ja noch zwei Mal Bender abgeräumt – sehr gut gepfiffen. Wichtig ist natürlich, dass diese Szenen sich nicht ständig wiederholen."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel