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Dopingexperte Werner Franke ist sich sicher, dass es Doping im Fußball gibt.

Dass im deutschen Profifußball gedopt wird, kann der Professor der Universität Heidelberg allerdings nicht sagen: "Nein, meines Wissens nach nicht. Ich sage nur, es gibt Doping im Fußball. Und ob es das in Deutschland gibt oder international, interessiert mich auch nicht. Das ist eine solche Geldkiste, da ist alles möglich. Da können sie doch alles kaufen", sagte Franke bei SPORT1.

Die Dopingtests hält er für unausgereift: "Die Tests sind unintelligent. Man weiß doch, wie man testen muss, wenn man welche erwischen will."

Als Beispiel für die mangelhaften Tests nannte er die Trainingslager der Bundesligisten in der Winterpause: "Wenn zum Beispiel jetzt über Weihnachten und Neujahr niemand in Katar Bayern München getestet hat, dann können sie es gleich vergessen. Wenn gedopt wurde, wurde da gedopt."

Die Evaluierungskommission der Freiburger Sportmedizin hatte in ihrem Bericht erklärt, dass der Konsum von Anabolika in den "späten 1970er und frühen 1980er" an der Tagesordnung gewesen sei. Dies sei beim VfB Stuttgart "im größeren Umfang" der Fall gewesen und, "wenn auch nur punktuell nachweisbar" auch beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg.

Franke hält den Bericht für glaubwürdig: "Ich gehe davon aus, dass die Kollegen von der Kommission zum Beispiel Rezepte gefunden haben. Und dass darauf ihre Aussagen beruhen."

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